Ölpreise leicht im Plus am Tag des Opec-Treffens

Mittwoch, 30 Nov, 2016

"Wir erwarten, dass die Nachfrage 2017 ermutigend sein wird", sagte der Energieminister des Landes, Khalid al-Falih, am Sonntag zu Journalisten. Möglicherweise will der wichtigste Opec-Produzent die anderen Länder in die Pflicht nehmen, sich ebenfalls an einer Produktionskürzung zu beteiligen und sich nicht nur auf Saudi-Arabien zu verlassen.

Eine "Ölschwemme", ein Überangebot am Weltmarkt, hatte die Preise seit 2014 drastisch einbrechen lassen.

Zum Auftakt des Opec-Treffens haben sich Vertreter des Irak und Iran optimistisch zur Aussicht auf eine Übereinkunft gezeigt. Die Preise für US-Öl und Nordsee-Öl sprangen jeweils um etwa sieben Prozent nach oben und erreichten fast die Marke von 50 Dollar (47,28 Euro). Irak macht geltend, die Einnahmen aus dem Ölgeschäft seien nötig, um den Kampf gegen die Islamisten-Miliz IS zu finanzieren. Das Kartell wolle zudem, dass Ölländer außerhalb seines Kreises die Produktion um 600.000 Barrel pro Tag zurückfahren, Russland etwa um 400.000.

Die grossen Exportländer ringen seit Monaten um eine Begrenzung der Fördermengen, um der Rohöl-Schwemme Herr zu werden und den Ölpreis zu stabilisieren. Der Preisverfall hat in vielen Ölländern tiefe Spuren in der Wirtschaft und den Staatsfinanzen hinterlassen. Auch der Iran und der Irak verbreiteten Zuversicht. Unterschiedliche Interessen haben bisher eine Einigung immer wieder verhindert.

Die Ölpreise sind am Montag nur leicht gefallen, obwohl am Markt Zweifel an der Umsetzung einer bereits beschlossenen Förderkürzung des Ölkartells OPEC aufkommen.

Damit sei eine Einigung auf eine Kürzung der Ölproduktion bei der Opec-Sitzung am Mittwoch wieder "sehr unsicher" geworden, heißt es in einer Analyse der Commerzbank.