Justiz: US-Gericht verschiebt Anhörung im Volkswagen-Abgasskandal

Freitag, 02 De, 2016

Eine eigentlich für diesen Mittwoch angesetzte Gerichtsanhörung wurde kurzfristig auf den 16. Dezember (19.00 Uhr MEZ) verschoben, wie der für Hunderte von amerikanischen Zivilklagen zuständige Richter Charles Breyer am Dienstag mitteilte.

Fast täglich kratzen neue Nachrichten an dem Image von Volkswagen. Die Verhandlungen zwischen dem deutschen Autobauer, den Behörden und Anwälten hielten an. Schon Anfang November hatte Richter Breyer dem VW-Konzern "erhebliche Fortschritte" bescheinigt und sich sehr optimistisch gezeigt. Es gebe zwar Annäherungen, jedoch sei noch keine Einigung gefunden worden, hieß es. Eine Lösung für diese Fahrzeuge - Schwergewichte wie Porsche Cayenne, VW Touareg und Luxusmodelle von Audi, die mit 3,0-Liter-Motoren der Ingolstädter Konzerntochter ausgestattet sind - wäre für VW ein weiterer wichtiger Schritt bei der Bewältigung der "Dieselgate"-Affäre". Der Kompromiss mit den US-Behörden beinhalte das Angebot zum Rückkauf von etwa 20.000 älteren Fahrzeugen und die Nachbesserung von rund 60.000 Wagen. Bei dem Termin in San Francisco geht es um rund 80.000 Dieselfahrzeuge mit Drei-Liter-Motoren.

Das Gericht hatte Ende Oktober bereits grünes Licht für den milliardenschweren Vergleich der Wolfsburger mit Autobesitzern und US-Behörden gegeben. Zudem muss der Konzern 4,7 Milliarden Dollar in Umweltfonds einzahlen. Weitere Kosten kommen für die von Audi entwickelten Sechszylinder-Motoren mit drei Litern Hubraum hinzu.