Rassismus-Vorwürfe: Sportgericht verureilt FSV Zwickau

Freitag, 02 De, 2016

Am Donnerstag hat das DFB-Sportgericht den FSV Zwickau zu einer Geld- und Bewährungsstrafe verurteilt. Hintergrund sind die Vorwürfe des Frankfurter Spielers Shawn Maurice Barry.

Teile der Zwickauer Fanszene sollen rassistisch ausfällig geworden sein. "Der DFB duldet keine rassistischen, diskriminierenden oder menschenverachtenden Verhaltensweisen auf seinen Sportplätzen und tritt diesen entschieden entgegen", sagte Verhandlungsleiter Stephan Oberholz.

Das Ringen vor dem DFB-Sportgericht hatte der Aufsteiger aus Sachsen schon verloren, bevor die Verhandlung eigentlich so richtig begonnen hatte.

Shawn Barry wurde vom Zwickauer Publikum rassistisch beleidigt. Nach Bekanntwerden der Vorfälle war Barry in den sozialen Netzwerken nicht gerade freundlich von Anhängern des FSV Zwickau behandelt worden.

Davon können 3000 Euro für gewaltpräventive Maßnahmen eingesetzt werden. Der DFB verhängte außerdem eine zehnmonatige Bewährungsstrafe. Hinzu kam das Abbrennen von Pyrotechnik während des Spiels beim VfR Aalen am 28. Oktober, ebenfalls durch Zwickauer Zuschauer. Zudem wurde für die Dauer von zehn Monaten Bewährungszeit die Schließung des Blockes A3 auf der Haupttribüne für ein Spiel angedroht. Fallengelassen wurden dagegen die Vorwürfe nach dem Heimspiel gegen die Sportfreunde Lotte, wie der FSV Zwickau auf seiner Facebook-Seite erklärt. Das DFB-Sportgericht verdonnerte die Sachsen deswegen nun zu einer Geldstrafe und stellte einen Zuschauerteilausschluss in Aussicht.