ROUNDUP/'Washington Post': General Mattis wird US-Verteidigungsminister

Freitag, 02 De, 2016

Soll US-Verteidigungsminister werden: General James Mattis. Im Militär hatte er den Beinamen "Mad Dog": verrückter Hund. Mattis war bereits im Golfkrieg Anfang der neunziger Jahre als Kommandeur im Einsatz und führte nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 einen Einsatzverband in Südafghanistan.

Wie Trump ist der einstige Marineinfanterist Mattis äußerst direkt. Weil er erst vor kurzem noch dem Militär angehörte, benötigt er zum Antritt des Regierungsamtes eine spezielle Zustimmung des Kongresses.

Seit seiner Pensionierung war Mattis immer wieder mit Kritik an Obamas Regierung in Erscheinung getreten.

Den Posten hatte Mattis bis 2013 inne. Unter anderem hatte er sich für weniger Kooperation mit dem Iran ausgesprochen.

Zu Mattis' umstrittenen Äußerungen zählt diese aus dem Jahr 2005 vor Marines: "Du gehst nach Afghanistan und gerätst an Kerle, die ihre Frauen seit fünf Jahren verprügeln, weil sie sich nicht verschleiert haben".

Unterdessen warnte Donald Trump US-Firmen mit klaren Worten vor der Verlagerung von Jobs ins Ausland.

Trumps Entscheidung ist ein weiterer Hinweis, dass der Immobilienmilliardär von der Außenpolitik seines Vorgängers abrückt. "Er ist unser Bester", sagte Trump in der Rede vor mehreren tausend Anhängern.

Als Energieminister soll Trump den Demokraten Joe Manchin in Erwägung ziehen, berichtet das Magazin "Politico" unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen. Trumps Übergangsteam hatte zuvor verlauten lassen, dass für diese Woche keine neue Nominierungen fürs Kabinett mehr zu erwarten seien. Manchin gehört seit 2010 dem Senat in West Virginia an.