So reagiert Jan Böhmermann auf Hater bei Facebook

Freitag, 02 De, 2016

Oder mit einer Nachricht an den Lieblingsfußballverein des Pöblers - damit dieser ein Stadionverbot gegen den Troll ausspricht.

Damit scheint dieses Bundesamt wie geeignet, um Jan Böhmermann zu kontrollieren.

Daraufhin soll ihn der Hater direkt über Facebook angeschrieben haben. Böhmermann antwortet darauf: "Achtung, Hater!"

Doch am Donnerstag wartete die Geschichte mit einem weiteren Dreh auf: Plötzlich meldete sich ein "Bundesamt für soziale Netzwerke", dass sich auf seiner Facebook-Seite über Böhmermanns "Fake-Behörde" beschwerte. Anschließend schickt ihm der Satiriker im Namen des Ministeriums eine Mitteilung, der Hater werde mit sieben Punkten im "Zentralen Internet Punkteregister" verwarnt, außerdem werde sein Arbeitgeber informiert. "Mein Kumpel hat das Handy benutzt", aus der Affäre ziehen will. Böhmermanns Facebook-Fans gefällt die Aktion aber.

Böhmermann droht unter anderem mit "Entzug der Interneterlaubnis", bietet aber an, der Betreffende könne sich sozial engagieren, um die Punkte wieder abzubauen - zum Beispiel durch die Aufnahme eines Geflüchteten.

Damit "das schnell aus der Welt geschafft wird", wird der Hetzer zum Unschuldslamm. "Zu Hause aufnehmen kann und will ich keinen", lautet die Antwort des Angesprochenen - und weiter: "Sonst helf ich gern sozial". "Ich habe den hern B. nichtbeleidigt". "Ich muss jetzt die Suppe auslöffeln". Und voller Spott über den angeblichen Pöbler, der sich laut der Postings so einen Bären aufbinden lässt und dann zu Kreuze kriecht, weil er Angst vor Ärger mit seinem Arbeitgeber hat. Der Bearbeiter würde die personenbezogenen Daten "zur Sicherheitsüberprüfung an das Sicherheitsmanagement der Borussia Dortmund GmbH" weiterleiten. So präsentiere der Satiriker lediglich Screenshots der Konversation und verlinkte nicht etwa auf ein echtes Nutzerprofil, das man überprüfen könnte. Und schließlich hat der Satiriker schon einmal einen Grimme-Preis für sein Verwirrspiel um den Mittelfinger des griechischen Ex-Finanzministers Giannis Varoufakis bekommen, bei dem weiterhin unklar ist, ob das ein Fake oder gar der Fake eines Fakes gewesen ist.