Bericht: Google bringt seinen Assistenten auf das iPhone

Freitag, 19 Mai, 2017

Auf diesem Weg versuchen die Amerikaner einmal mehr auf den Märkten von Entwicklungsländern wie etwa Indien größeren Anklang zu finden. So wurde zum Beispiel vor einem Jahr enthüllt, dass der Konzern eigene KI-Chips entwickelt. Der digitale Assistent des Internet-Konzerns soll demnächst Apples Siri-Software Konkurrenz auf dem iPhone machen. Das neue Headset soll ein Inside-Out-Tracking nutzen, das Elemente aus Googles Machine-Learning-Programm, Computer Vision und SLAM-Research beinhalten soll. Klar ist aber, die Nutzung soll künftig noch einfacher werden.

Mit Google Home hat das Unternehmen einen eigenen Amazon-Echo-Konkurrenten im Angebot.

Über Google Home kann der Nutzer auch diverse Musikdienste abspielen und Suchergebnisse via Google Chromecast auf seinem Fernsehgerät anzeigen lassen. Für die Zukunft stellte Google auf der I/O weitere spannende Features in Aussicht. Im Vergleich zu Siri bietet Google Assistant einen deutlich größeren Funktionsumfang und versteht über Google Lens nicht nur den visuellen Inhalt der Smartphone-Kamera, sondern besitzt auch einen Konversationsmodus. Er weiß, wo man sich gerade aufhält - nicht unbedingt nur dank der GPS-Ortung, sondern vielleicht auch weil er die Umgebung am Kamerabild erkennt. "Wir denken, dass der Assistant auf allen Arten von Geräten verfügbar sein sollte, auf denen er nützlich sein kann", sagte Huffman.

Jetzt solle er unter anderem in Hausgeräte der Marke GE eingebunden werden. Amazon landete einen Überraschungserfolg mit der Assistenz-Software Alexa in seinem vernetzten Lautsprecher "Echo". Ganz allgemein gehalten wird es ziemlich sicher um die für dieses Jahr geplante, aber noch nicht offiziell benannte Android-Version "O" gehen sowie um Themen wie Virtual Reality, neue Apps, künstliche Intelligenz und den Google Assistant. Jetzt heißt es "AI First" - also Künstliche Intelligenz zuerst. Der Service könne künftig auf Wunsch des Nutzers zum Beispiel automatisch mit Familienmitgliedern alle Bilder teilen, auf denen sie zu sehen sind. Google Lens kann beides gleichzeitig beim Fotografieren erkennen und verwendet dieses sofort für den WLAN-Login ohne dass ihr noch etwas tun müsst. Man könne sich auch darauf beschränken, dass Google Photos nur Adressaten zum Teilen vorschlägt und man die Bilder danach manuell verschickt, erklärte der zuständige Manager Anil Sabharwal. Das kann zum Beispiel das Erkennen einer Pflanze an den Blättern sein - oder Menü und Bewertung zu einem Restaurant. Mit anderen Worten: Sie fragen Google Home im Wohnzimmer, ob Ihre Spülmaschine bereits das Geschirr in der Küche fertig gespült hat. Allerdings: Die App wird zunächst nur in den USA im App Store zur Verfügung gestellt.

Vergangenen Herbst erschien Googles VR-Brille Daydream View.

Bisher funktioniert der Google-Assistent nur auf Android-Geräten. Damit hat Android ungefähr doppelt so viele Geräte im Markt wie Apple mit seinem iOS-System für iPhones und iPads. Bezeichnend ist auch, dass die Informationen zur neuen Version des weltweit meistgenutzten Smartphone-Systems Android fast schon beiläufig am Ende der Eröffnungsansprache zusammengepresst wurden.

Während Apple im kommenden Monat zur WWDC lädt und diese am 05. Juni mit einer Keynote eröffnet, hat Google am heutigen Abend zur Google I/O 2017 geladen und verschiedene Neuerungen verkündet. Daneben nannte der Unternehmer weitere Zahlen, die den Erfolg des Konzerns auch in anderen Sparten belegen.