Confed-Cup Russland 2017 Reus und Gomez bleiben zu Hause

Freitag, 19 Mai, 2017

Frankfurt Es passt ganz gut, dass für die Verkündung des Nationalmannschafts-Aufgebotes für den Confederations-Cup, kurz Confed-Cup, vom Deutschen Fußball-Bund kein besonderer Ort ausgewählt wurde, sondern die doch eher bodenständig ausschauende Verbandszentrale im Frankfurter Stadtwald. Dafür stehen im Aufgebot sechs Neulinge, darunter eine interessante Personalie.

Joachim Löw nominierte für das Testturnier vom 17. Juni bis 2. Juli beim WM-Gastgeber von 2018 neben Wagner (29) und Stindl (28) auch die Perspektivspieler Marvin Plattenhardt (Hertha Berlin), Kerem Demirbay (Hoffenheim), Amin Younes (Ajax Amsterdam) und Diego Demme (Leipzig) zum ersten Mal.

Löw: Darum setze ich auf Wagner: Sandro Wagner hat den Sprung in den Kader der Nationalmannschaft geschafft.

Dagegen bekommen wie von Löw bereits angekündigt zahlreiche etablierte Kräfte die Gelegenheit zu einer Pause.

Max Kruse nimmt die Nicht-Nominierung für den Confed-Cup gelassen. Mit Hoffenheim in der Champions League und dem DFB-Team beim Confed Cup kann Wagner beweisen, dass er internationale Klasse hat.

Aus der WM-Generalprobe in Russland macht Bundestrainer Joachim Löw ein riesiges Experiment.

Die Erwartungshaltung für das Turnier ist daher auch nicht die allergrößte.

Weltmeister Deutschland trifft beim Confed-Cup in der Gruppenphase auf Australien, Chile und Kamerun. Einspielen können sie sich beim Länderspiel in Kopenhagen gegen Dänemark am 6. Juni und vier Tage später in der WM-Qualifikation in Nürnberg gegen San Marino. "Die perfekte Lösung gibt es jetzt nicht".

Nach mehreren privaten Eskapaden hatte Löw den Angreifer im März 2016 aus dem DFB-Kader gestrichen und seither nicht mehr berücksichtigt.

Bis auf Joshua Kimmich pausieren in Russland dem Vernehmen nach auch alle Profis des FC Bayern.

Exakt einen Monat vor dem Eröffnungsspiel des Konföderationen-Pokals gegen Neuseeland machte Löw seine Ankündigung wahr, auf seine stark belasteten Stars zu verzichten. Auch Toni Kroos, Sami Khedira, Mats Hummels sowie Jerome Boateng werden in Russland fehlen.

Reus, so Löw, habe ihm zugesichert, alles dafür zu tun, um in einem Jahr topfit zur WM zu reisen. Wegen Verletzungen sind zudem Kapitän Manuel Neuer (Fußbruch), Mario Götze (Stoffwechselerkrankung), Ilkay Gündogan (Kreuzbandriss), Julian Weigl (Sprunggelenksbruch) und Benedikt Höwedes (Leistenoperation) nicht dabei.

Acht Nationen nehmen an dem Turnier ein Jahr vor der WM-Endrunde in Russland teil. Der Gruppenerste und -zweite ziehen in das Halbfinale ein.