Erzkonservativer Gegenkandidat Präsidentenwahl im Iran: Zweite Amtszeit für

Freitag, 19 Mai, 2017

Hauptgrund ist die Weigerung europäischer Banken, die neuen Geschäfte mit dem Westen zu finanzieren, da noch immer einige US-Sanktionen gegen den Iran in Kraft sind. Über 56 Millionen Iraner sind aufgerufen zu bestimmen, ob sie Präsident Hassan Rouhani eine zweite Amtszeit geben oder einen politischen Wechsel wollen.

Chamenei gab bei der Wahl symbolisch die erste Stimme ab und rief die Iraner zu einer regen Beteiligung auf. Die anderen beiden Kandidaten gelten als chancenlos.

Die Wahl wird auch als ein Referendum angesehen: Rouhanis Politik der Öffnung steht gegen Raisis Abschottungspolitik.

Ruhani ist zwar Favorit, aber Raeissi genießt die Unterstützung des Klerus sowie der staatlichen Medien.

Wird der iranische Präsident Hassan Ruhani wiedergewählt? "Die (Raeissi und seine Gruppe) wollen die Religion für ihre politischen Ziele ausnützen", sagte Ruhani. Bei der Wahl müssten die Iraner entscheiden, welchen Weg sie gehen wollen: Freiheit oder "Frauen und Männer durch Mauern getrennt". "Es geht um euer Schicksal und das eurer Kinder", so der iranische Präsident. Wirtschaftlich habe Ruhani versagt und sei besonders für die hohe Arbeitslosigkeit verantwortlich, so Raeissi.

Die Wahllokale bleiben bis Mitternacht geöffnet. Erste Ergebnisse soll es am Samstag geben. Endergebnisse werden am Abend oder spätestens am Sonntag erwartet.