Nordkoreas Raketentest: USA und Japan alarmieren UN-Sicherheitsrat

Freitag, 19 Mai, 2017

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-Un. Die USA wollten nach Angaben ihrer UN-Botschafterin Niki Haley vom Dienstag mit China, dem wichtigsten Verbündeten Nordkoreas, eine neue Resolution über Strafmaßnahmen ausarbeiten. Nach Angaben des Generalstabs der südkoreanischen Streitkräfte hob die Rakete am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) im Nordwesten Nordkoreas in Richtung offenes Meer ab. Washington drohte eine weitere Verschärfung der Sanktionen an.

Der Test kommt für Moon zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt: Der neue Staatschef Südkoreas kommt aus dem linksliberalen Lager, er hatte im Wahlkampf für Deeskalation geworben und trotz der verhärteten Fronten mit Nordkorea für den Beginn eines Dialoges argumentiert. Das Land habe nun die Mittel für einen Vergeltungsschlag, berichteten die Staatsmedien. Ähnlich hatte sich Nordkorea nach dem Test einer Mittelstreckenrakete eines anderen Typs im Februar geäussert. Laut der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA erreichte das Geschoss eine Höhe von gut 2100 Kilometern und landete nach 787 Kilometern planmäßig im Meer. Der jüngste Test unter Kims Aufsicht sei erfolgreich verlaufen. Südkoreas Verteidigungsminister Han Min Koo und seine japanische Amtskollegin Tomomi Inada einigten sich am Montag bei einem Telefongespräch, auf bilateraler Ebene und zusammen mit den USA strikter gegen die Bedrohungen durch die Raketen Nordkoreas vorzugehen.

Südkoreas Regierung reagierte daher jetzt auf den Raketentest besonders enttäuscht. Kim Jong-un habe den Abschuss der Rakete persönlich überwacht.

Die Lage in der Region ist nach zahlreichen Raketentests Nordkoreas seit dem vergangenen Jahr sehr angespannt. Das amerikanische Festland und das amerikanische Einsatzgebiet im Pazifik seien in Reichweite für Angriffe Nordkoreas. Er schloss auch einen Militärschlag nicht aus. Dies sei aber nur möglich, wenn die Führung in Pjöngjang ihr Verhalten ändere, teilte das Präsidialamt in Seoul mit. Das sagte Putin am Montag in Peking zum Abschluss des internationalen Treffens zur „Neuen Seidenstraße“. "Ich will bekräftigen, dass wir kategorisch gegen eine Erweiterung des Clubs der Atommächte sind, auch auf der koreanischen Halbinsel", sagte Putin der russischen Agentur Interfax zufolge.

Nordkorea wiederholte seine bisherige Position, dass der Start ballistischer Raketen die Ausübung des völkerrechtlich garantierten Rechts zur Selbstverteidigung darstelle.