Nordrhein-Westfalen: De Maizière: "unerhörter Verdacht" im Fall Amri

Freitag, 19 Mai, 2017

Brüssel - Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat sich schockiert gezeigt über die neuesten Enthüllungen im Terrorfall Anis Amri. Mitarbeiter des Berliner Landeskriminalamtes stehen im Verdacht, entscheidende Ermittlungsergebnisse zurückgehalten und sogar Akten manipuliert zu haben.

De Maizière fordert vom Land Berlin gründliche Aufklärung. Geisel erstattete wegen der Vorfälle Anzeige wegen Strafvereitelung und Urkundenfälschung. In Berlin war gestern bekannt geworden, dass Amri möglicherweise im vergangenen November als Drogendealer in der Hauptstadt hätte festgenommen werden können. Die Tatsache, dass Amri vor dem Anschlag nicht wegen Drogenhandels festgenommen wurde, sei mit dem damaligen Wissen aber nicht unbedingt falsch, sagte ein Sprecher.