Umfrage: Münster ist fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands

Freitag, 19 Mai, 2017

Das sogenannte Fahrradklima - also die wahrgenommene Fahrradfreundlichkeit deutscher Städte und Gemeinden - verschlechterte sich seit der Umfrage von 2014 leicht.

Nach Bocholt konnte sich Wesel als dritter bei den kleineren Städten platzieren, Herten schaffte es immerhin noch auf den zehnten, Gladbeck auf den 17. 989 Bremerinnen und Bremer hatten an der bundesweiten Befragung teilgenommen.

Als Stärke sehen die Befragten dagegen die gute Erreichbarkeit in das Stadtzentrum oder die Befahrbarkeit von Einbahnstraßen. Bemängelt haben Wiesbadens Radfahrende vor allem die Beparkung der Radwege, fehlende Umleitung bei Baustellen und die ausbleibenden Signale aus der Politik in jüngster Zeit. "Wir lernen aus der Umfrage, dass wir uns gemeinsam mit der Stadt noch mehr um sichere, gepflegte und komfortable Radwege kümmern und den Falschparkern auf Radwegen durch regelmäßige Kontrollen Einhalt gebieten müssen", sagt Bonnie Fenton. Für den Spitzenplatz in der Gruppe der Städte über 200.000 Einwohner reichte es trotzdem noch.

Im Bundesverkehrsministerium (BMVI) in Berlin zeichneten Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, und Ulrich Syberg, Bundesvorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), die fahrradfreundlichsten Städte Deutschlands aus. Neben den Spitzenreitern haben die Tester "Aufholer" gekürt.

Allerdings verschlechterten sich in vielen Städten die Werte im Vergleich zum letzten Test von vor zwei Jahren.

Hinter Baunatal folgen in Hessen Mörfelden-Walldorf nahe Frankfurt und Kriftel (Main-Taunus-Kreis), wie der ADFC am Freitag mitteilte. Der ADFC ermittelte die Fahrradfreundlichkeit deutscher Städte zum siebten Mal.