Kraftfahrt-Bundesamt soll Abgaswerte untersuchen

Dienstag, 13 Jun, 2017

Das Kapitel Manipulation bei Vierzylindern scheint fast ausgestanden, da geht es um die nächsten Motoren: Es gibt Probleme mit Sechs- und Achtzylindern der Tochter Audi.

Nachdem das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" einen Porsche-Diesel untersuchen ließ und dabei erhöhte Abgaswerte festgestellt wurden, wurde nun laut dem Magazin das Kraftfahrtbundesamt eingeschaltet. Porsche wollte dies auf Anfrage nicht kommentieren. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) sei angewiesen worden, Untersuchungen am Modell Cayenne durchzuführen, sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums. Man sei noch nicht offiziell informiert worden, hieß es aus dem Unternehmen. Das KBA stuft das als unzulässig ein, vorgesehen ist daher ein Pflicht-Rückruf für 24 000 Fahrzeuge. Während bei einem solchen Test das Lenkrad nicht stark eingeschlagen ist, können Fahrzeuge im normalen Straßenbetrieb die Abgasreinigung herunterfahren, wenn kein Testdurchlauf erkannt wird. Audi wurde eine Frist bis heute (Montag) gesetzt, um eine Plan zur Umrüstung vorzulegen. Zuletzt hatte der "Spiegel" noch über einen beim Tüv Nord in Auftrag gegebenen Test berichtet, bei dem zu hohe Stickoxid-Werte eines Porsche Cayenne aufgefallen seien.

Berlin. Gerät nun auch Porsche in den Sog des Abgas-Skandals? Ein Insider äußerte daraufhin den Verdacht, das Modell könnte eine unzulässige Abschalteinrichtung der Schadstoffreinigung haben. Von insgesamt 33 000 Macan-Modellen wurden inzwischen laut Porsche rund 26 000 nachgebessert. Große Dieselmotoren liefert Audi im VW-Konzernverbund auch an Porsche und an die Kernmarke Volkswagen.