DFB-Boss zweifelt an Zukunft des Confed Cups

Donnerstag, 15 Jun, 2017

Das Auftreten der vielen Nachrücker um die bisher auffälligsten Neulinge Sandro Wagner, Lars Stindl und Amin Younes hat ihm gezeigt, dass sein besonderer Confed-Cup-Plan aufgehen könnte. "Da wurde uns zuvor auch nicht so viel zugetraut", verwies Süle auf Parallelen zu diesem Sommer.

Am Donnerstag bricht der DFB-Tross mit nun 21 Spielern nach Russland auf. Der Confed Cup sei mit Blick auf die WM 2018 in Russland "ein Turnier zum Testen für den Gastgeber genauso wie für uns". Während einige Konkurrenten mit großem Staraufgebot am Start sind, setzt Löw auch auf Spieler, die sich ihren Platz in der Mannschaft des Fußball-Weltmeisters erst noch erkämpfen wollen.

Beim letzten Training vor der Abreise nahm der Weltmeistercoach seinen Perspektivkader ohne Stars noch einmal im Kreis zusammen.

"Ich sehe beim Confed Cup überhaupt kein Risiko, ganz im Gegenteil", sagte der Bundestrainer im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Weitere Gegner in der Vorrunde bei dem Acht-Nationen-Turnier sind Südamerikameister Chile und Afrika-Champion Kamerun. Ein klares Ziel in Form einer Turnierplatzierung für diesen Sommer mag Löw nicht vorgeben, auch wenn der Test gegen Dänemark (1:1) und das WM-Qualifikationsspiel gegen San Marino (7:0) durchaus als Hoffnung weckende Proben zu werten sind.

Der Confed Cup beginnt am Samstag mit dem Spiel der Russen gegen Neuseeland. Der Gladbacher ist ebenfalls neu in der deutschen Elitemannschaft. "Wir wollen alle Spieler sehen, sie kennenlernen, ihnen unsere Spielauffassung näherbringen", betonte Sorg bei der DFB-Pressekonferenz am Mittwoch: "Wir wollen sie an internationalem Niveau schnuppern lassen und ihnen Turniererfahrung verschaffen". Und die von Bundestrainer Löw zum Turnierfavoriten erklärten Chilenen mussten in Rumänien ein 2:3 hinnehmen. "Ich kann natürlich eine gewisse Enttäuschung bei manchen verstehen". "Wir wollen von den Spielern sehen, dass sie mutig sind". Es sei zudem wichtig, dass man "auch hinter die Kulissen" des Gastgeberlandes blicke, meinte Löw: Klar sei, "dass wir nicht mit Scheuklappen durch andere Länder reisen".