Leben in Deutschland etwas teurer als im EU-Schnitt

Freitag, 16 Jun, 2017

Bei den europäischen Staaten außerhalb der EU mussten die Verbraucher in der Schweiz (+ 61,5 %), in Island (+ 47,0 %) und in Norwegen (+ 39,6 %) noch tiefer in die Tasche greifen als in Dänemark. Allerdings berücksichtigen die Statistiken die teils noch deutlicheren Einkommensunterschiede in der EU nicht. Insgesamt erreicht Österreich ein Preisniveau von 107 Prozent des EU-Durchschnitts. Nur in Polen und der Tschechischen Republik waren die Lebenshaltungskosten niedriger.

Alkohol und Tabak sind dagegen in Irland (175 Prozent) und Großbritannien (162 Prozent) am teuersten.

Am teuersten ist das Leben innerhalb der EU in Dänemark und in Irland. Das niedrigste Preisniveau verzeichnete Bulgarien (56 Prozent des EU-Durchschnitts) vor Ungarn (67 Prozent), Polen (68 Prozent) und Rumänien (69 Prozent).

In osteuropäischen Ländern liegen die Preise dagegen mitunter drastisch unter dem EU-Schnitt. In Deutschland lag das Preisniveau bei 104% des EU-Durchschnitts.

Dienstleistungen von Hotels und Restaurants sind eine weitere Kategorie, in der sich die Preisniveaus markant unterschieden.

Unterhaltungselektronik stellt eine Produktgruppe mit geringeren Preisunterschieden zwischen den Mitgliedstaaten dar: Die Spanne reichte von 86% des Durchschnitts in Polen bis 115% in Dänemark (Deutschland: 99%).

Bekleidung ist in Schweden (136 Prozent) am teuersten und in Bulgarien (81 Prozent) am günstigsten, Österreich kommt auf 102 Prozent. Das Preisniveau der privaten Konsumausgaben lag im vergangenen Jahr um 3,6 Prozent über dem Durchschnitt der 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU), wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte. Darauf folgten Irland (125%), Luxemburg und Schweden (je 124%), Finnland und das Vereinigte Königreich (je 121%). Die Preise sind in Bulgarien (48 Prozent des EU-Durchschnitts) und Rumänien (52 Prozent) am niedrigsten.