Heintz schwimmt in Weltjahresbestzeit zur WM-Norm

Samstag, 17 Jun, 2017

Bundestrainer Henning Lambertz sehnt sich nach solchen Ausnahmeleistungen und lobte: "Jetzt gehört er wirklich zum Kreis der ganz Großen und kämpft bei der WM um eine Medaille". Lagenschwimmer Philip Heintz hat am zweiten Tag der 129. deutschen Meisterschaften geglänzt.

Im Finale über 200 Meter schlug der Titelverteidiger in Berlin nach 1:55,76 Minuten als Erster an und verbesserte seine im Vorlauf aufgestellte nationale Bestzeit um 0,83 Sekunden. Wählen Sie einfach aus einem der folgenden Angebote - alle ohne Vertragsbindung. "Natürlich mache ich bis Tokio weiter", sagte er euphorisch. Im Finale steigerte sich der 26-Jährige dann erneut und gewann in 1:55,76 Minuten vor Jacob Heidtmann und Kevin Wedel. Damit kann Wierling für die Weltmeisterschaften vom 14. bis zum 30. Juli in Budapest planen. Die Vorgaben sind Teil von Reformen, die der Deutsche Schwimm-Verband nach dem schlechten Abschneiden bei Olympia angestoßen hatte.

Doch Heintz will mehr, er will bei Olympia 2020 aufs Treppchen.

Bei Olympia in Rio hatte er trotz deutschen Rekord geweint und seine Karriere fast beenden wollen. " Bei Olympia träten Kreisligisten gegen Champions-League-Teilnehmer an - also deutsche Athleten, die nebenbei häufig zur Zukunftssicherung studieren müssen, gegen etwa amerikanische Vollprofis, die sich auf ihren Sport konzentrieren können". Der Chefbundestrainer ist zuversichtlich. "Ich glaube, dass er damit auf jeden Fall um die Medaillen mitkämpfen kann", sagte er nach dem deutschen Rekord. Er sprach schon nach dem Vorlauf von einer "Bombenzeit". Der 21-Jährige, der am Freitagvormittag in 22,15 Sekunden die U23-Vorlaufnorm für die WM geschafft hatte, bestätigte seine gute Zeit am Nachmittag. Er siegte in 22,06 Sekunden vor Maximilian Oswald, der 0,38 Sekunden langsamer war. "Es ist enorm wichtig für mich, die Norm unterboten zu haben", sagte der Sprinter. Für die Qualifikation zur WM müssen die Athleten in beiden Läufen geforderte Zeiten unterbieten.