Helmut Kohl lag die Freiheit der Menschen am Herzen

Samstag, 17 Jun, 2017

"Ich verneige mich vor seinem Andenken", sagte Merkel am Freitagabend in Rom zum Tode des Altkanzlers. "Europa trägt seine Handschrift", sagte Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ). "Es war eine historische Stunde, als Helmut Kohl mit Papst Johannes Paul II". Der Pfälzer habe wie kein Anderer verstanden, dass die europäische Einigung und die deutsche Einheit untrennbar miteinander verbunden seien. Dieser Prozess hat die politischen Qualitäten dieses Mannes deutlich gemacht wie kaum etwas anderes. Bisweilen war Merkels Verhältnis zur gesamten Familie Kohl angespannt. Merkel betonte: "Ich bin ganz persönlich dankbar, dass es ihn gegeben hat". Merker erinnerte auch an den CDU-Vorsitzenden, dem die Partei viel zu verdanken habe. Er habe die Partei modernisiert.

Auch Kohls Nachfolger Gerhard Schröder nannte Kohl einen großen Patrioten und Europäer.

George Bush senior, der von 1989 bis 1993 amerikanischer Präsident war, würdigte Kohl als "einen der grössten Staatenlenker von Nachkriegseuropa". "Kohl-Doktrin lehrt wir Deutsche dürfen die kleinen und mittleren Staaten nie vergessen". So langweilig, geradezu öde dieser Stil heute wirken mag, so wohltuend hebt er sich von dem demoskopischen Ansatz der heutigen Politikergeneration, von ihrem ständigen Auf und Ab, ihrem Hin und Her und erst recht vom Twitter-Irrsinn des US-Präsidenten ab. Kohl habe sein Leben der Stärkung von Institutionen der Demokratie gewidmet, in Deutschland und darüber hinaus.

"Wir verdanken Helmut Kohl unendlich viel: Für unsere Freiheit, für unsere Einheit, für unser Europa!" Seine letzten Lebensjahre waren von Krankheit geprägt.

Auch Deutschlands Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) würdigte Kohl. Er starb am Freitag im Altervon 87 Jahren. In Russland wird er als prinzipieller Anhänger freundschaftlicher Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern in Erinnerung bleiben, der einen immensen Beitrag zur Stärkung der bilateralen Partnerschaft und guten Nachbarschaft geleistet hat.

Weltweite Trauer um Helmut Kohl: Der "Kanzler der Einheit" ist am Freitag im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Ludwigshafen gestorben.

Sichtlich berührt hat Kanzlerin Merkel auf den Tod Helmut Kohls reagiert. "Wer Kohl zuhörte, wusste um den Schatz Europa".

"Einigkeit und Recht und Freiheit": Unter Ägide Helmut Kohls als Bundeskanzler (1982 bis 1998) ist die Hymne der Bundesrepublik Deutschland Wirklichkeit geworden. "Nur drei Menschen, Jean Monnet, Jacques Delors und Helmut Kohl haben für ihre Verdienste für die europäische Zusammenarbeit die Ehrenbürgerschaft Europas erhalten", teilte er mit. Die Wiedervereinigung sei die größte politische Lebensleistung Kohls. Damit habe Kohl Deutschland und Europa auf das 21. Jahrhundert vorbereitet. Das sei Kohls grosses Vermächtnis.

Justizminister Heiko Maas, SPD: "Der ewige Kanzler und große Europäer geht".

Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) würdigte Kohl in einer Aussendung als "großen Staatsmann" sowie "Wegbereiter der deutschen Wiedervereinigung und der europäischen Integration".

Helmut Kohl ist tot. Kohl sei nicht nur "einer der Großen der Politik" gewesen, "sondern hat sich auch mit der deutschen Wiedervereinigung einen Platz in der Geschichte gesichert".

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Helmut Kohl als "sehr großen Europäer" gewürdigt.

"Helmut Kohl war Kanzler der Einheit & leidenschaftlicher Europäer". Zu seinen politischen Erfolgen zählen der von ihm wesentlich mitgestaltete Prozess der deutschen Wiedervereinigung und das Zusammenwachsen Europas einschließlich der Einführung einer gemeinsamen Währung.