Prozession bis zum Königsplatz | Tausende bei Fronleichnamsmesse

Samstag, 17 Jun, 2017

Während die meisten wissen, welche Bewandnis es mit Ostern, dem Tag der deutschen Einheit oder Weihnachten hat, macht sich oft Ratlosigkeit breit, wenn es um die Bedeutung von Fronleichnam geht. Entscheidend jedoch sei der Wille, "nicht gegeneinander, sondern miteinander" weiterzugehen. Er hoffe, sagte der Erzbischof, dass die Christen durch das Reformationsjahr angeregt würden, „Schritte auf diese sichtbare Einheit in verschiedenen Ausdrucksformen zu gehen“ und diesen Weg auch nach dem Ende des Gedenkjahres fortzusetzen. "Er gehört der ganzen Welt".

Der Grund, weshalb Katholiken Fronleichnam feiern und Protestanten nicht, liegt im Detail: Beide Konfessionen haben ein unterschiedliches Verständnis vom Abendmahl. „Welch ein großes Geschenk!“.

Mehr als 10.000 Menschen kamen zum Gottesdienst auf dem Münchner Marienplatz und zur anschließenden Fronleichnamsprozession, die über die Residenzstraße und den Wittelsbacher Platz bis zum Königsplatz führte.

Dekan Stöffelmaier trug die barocke Sonnenmonstranz, in deren Mitte zum Zeichen der Gegenwart Christi die Hostie gezeigt wird. Angeführt wurde die Prozession auf dem etwa zwei Kilometer langen Weg von einem von Jugendlichen getragenen Kreuz, begleitet unter anderem von Ordensangehörigen, Studenten, Mitarbeitern in pflegenden und pastoralen Berufen, Priestern, Diakonen und Ministranten, Vertretern von Staat und Stadt, Ordensrittern, Vertretern der katholischen Räte, von Verbänden und Trachtengruppen.

Fronleichnam wurde 1264 von Papst Urban IV. zum offiziellen kirchlichen Fest erklärt. Das Wort leitet sich vom mittelhochdeutschen "vron", das heißt "Herr", und "lichnam", also "lebendiger Leib", ab und bedeutet also "Lebendiger Leib des Herrn".

An Fronleichnam bezeugen die Katholiken ihren Glauben an die bleibende Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie. Vielerorts werden auch Heiligenfiguren und andere christliche Kunstwerke geschmückt und durch die Straßen getragen.