8,5 Milliarden Euro: Frisches Geld für Griechenland

Sonntag, 18 Jun, 2017

Vor Journalisten nannte sie als Volumen für das Programm zwei Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro). IWF-Chefin Christine Lagarde versprach in einer Mitteilung eine Beteiligung an der Rettung des hoch verschuldeten Landes.

Seit Monaten ringt Griechenland mit seinen Gläubigern um die Auszahlung der nächsten Tranche aus dem seit 2015 laufenden Rettungsprogramm. Das teilte Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem am Donnerstagabend in Luxemburg mit.

Noch am Donnerstag hatten griechische Regierungsvertreter eine Zusage für baldige Schuldenerleichterungen gefordert. "Wir werden eine Exit-Strategie vorbereiten, um Griechenland zu ermöglichen, im kommenden Jahr auf eigenen Beinen zu stehen", schrieb Dijsselbloem auf Twitter.

Vor einem neuen Krisentreffen hat Griechenlands Präsident den deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble dazu aufgerufen, Schuldenerleichterungen nicht weiter zu blockieren.

Es gehe nicht darum, Schulden zu streichen, sondern Zinsen zu verringern oder die Laufzeiten der Hilfskredite zu verlängern. Gleichzeitig gebe es einen "Fortschritt" in der Frage von Schuldenerleichterungen, "auch wenn es weitere Diskussionen über den Umfang und die Art der Maßnahmen geben muss, die von Griechenlands Kreditgebern gewährt werden sollen". Über diese wollen die Euro-Länder aber erst am Ende ihres Hilfsprogramms im August 2018 entscheiden. Die vom Internationalen Währungsfonds geforderten Erleichterungen zu verschleppen, triebe "einen Spalt durch das gemeinsame Europa, das dringender gebraucht wird als je zuvor".

Athen bekommt nun rund eine Milliarde Euro mehr Geld. Die Regierung in Athen braucht im Juli rund sieben Milliarden Euro, um im Juli alte Schulden zurückzuzahlen. Sonst drohte erneut der Staatsbankrott. Bisher verhinderte ein Streit über Schuldenerleichterungen eine endgültige Einigung.