Kühne ermahnt die HSV-Führung: "Es muss etwas passieren"

Sonntag, 18 Jun, 2017

Clubchef Bruchhagen ist anderer Meinung. Wegen des Sparzwanges hängen damit einige Personalien in der Luft und Todt muss mit der Gefahr leben, dass ihm Spieler abspringen. Aber "es fehlt so ein bisschen die Dynamik und da versuche ich etwas zu ermahnen: Nun tut mal was und bewegt euch ein bisschen schneller". "Es ist ein bisschen spät". Dennoch muss sich der HSV fragen, ob bei all dem Kommunikationschaos der eh schon sehr ramponierte Ruf weiter Schaden nimmt. Beim Hamburger SV liegen die Transferplanungen aufgrund von Uneinigkeiten in der Führungsetage derzeit mehr oder weniger brach.

Entsprechend äußerte sich laut "Bild" auch der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen: "Selbstverständlich sind wir mit Leverkusen und dem Spieler in Kontakt". Bruchhagen wies die Kritik zurück.

"Es ist etwas ganz anderes, ob ich Journalist, Fan oder Förderer eines Vereins bin - oder ob ich in der Verantwortung stehe", sagte der 68-Jährige der "Hamburger Morgenpost" am Sonntag. "Das ist die Realität", erklärte Bruchhagen. Und Milliardär Kühne, der bereits 17 Prozent der Aktien an der HSV Fußball AG hält und in der vorigen Saison rund 30 Millionen Euro in den Kader investiert hat, ist grundsätzlich bereit, frisches Geld für neue Spieler zur Verfügung zu stellen. Für Markus Gisdol hat der Investor allerdings viel Lob übrig: "Beim Trainer bin ich überzeugt davon, dass er ein gutes Konzept hat". Wenn das Konzept des Trainers von der sportlichen Leitung komplett umgesetzt werde, sei er bereit, weitere Millionen zu geben. Woods Seite verlangt eine Gehaltsaufstockung auf drei Millionen Euro, die HSV-Bosse zögern.