Ronaldo und die Milliarden-Frage

Sonntag, 18 Jun, 2017

Als einzige Vereine, die für Ronaldo ein realistisches Ziel darstellen könnten, gelten Paris St. Germain und sein früherer Klub Manchester United mit seinem Ex-Coach José Mourinho. Das berichtet die italienische "Gazzetta dello Sport".

Wenn eins feststeht, dann dies: Real Madrids Stürmer Cristiano Ronaldo, 32, wird in den kommenden Tagen und Wochen die Schlagzeilen bestimmen, unabhängig davon, wie der Portugiese mit seiner Nationalelf beim Confed Cup abschneidet; in der ersten Partie spielte das Team 2:2 (1:1) gegen Mexiko.

Real Madrid versucht Ronaldo aktuell von einem Verbleib zu überzeugen, doch Medienberichten zufolge sucht man bereits einen Nachfolger für den Fall, dass CR7 tatsächlich geht.

Die Vorwürfe gegen den Superstar wiegen schwer: Ronaldo, der Schätzungen zufolge pro Jahr rund 65 Millionen Euro aus Gehältern und Werberechten kassiert, soll Einnahmen aus Bild- und Werberechten über ein verzweigtes Firmennetzwerk mit Sitz auf den britischen Jungferninseln und in Irland am Fiskus vorbeigeschleust haben.

Marca berichtete unterdessen am Sonntag, dass Real-Coach Zinedine Zidane und Abwehr-Ikone Sergio Ramos Ronaldo angerufen und eine klare Botschaft an das Ass der Königlichen gesandt haben: "Wir brauchen dich!"

Die wichtigsten Antworten rund um die Steueraffäre und die Wechselgedanken des teuersten Fußballer dieser Zeit.

Am Samstag rechnete nun die spanische Marca vor, dass man Ronaldo für deutlich weniger als die festgeschriebene Milliarde Euro verpflichten könne.

"Ich lege meine Hand für ihn ins Feuer, für seine Integrität als Mann und als Athlet", betonte Santos weiter. Aktuell verdient der bestbezahlte Sportler der Welt ein Bruttogehalt von rund 50 Millionen Euro pro Jahr bei seinem Verein. "Ich würde alles für ihn tun, ich vertraue ihm zu 100 Prozent". Ein Wechsel nach China dürfte für ihn bei seinen großen sportlichen Ambitionen nicht in Frage kommen. Auch Torwart Rui Patricio bekräftigt, Ronaldo sei "zu hundert Prozent" konzentriert. Oder aber: Ronaldo und sein einflussreicher Berater Jorge Mendez drängen Real geschickt dazu, ihn in der Steueraffäre noch mehr zu unterstützen. "Aber nicht zu dem Preis von 400 Millionen Euro", sagte dazu Massimiliano Mirabelli, der Sportdirektor des AC Milan, am Samstag. Eine Stellungnahme vom FC Bayern zu den Medienspekulationen aus Italien gab es bislang nicht.