Schüsse in Bamako Touristenunterkunft in Mali angegriffen

Sonntag, 18 Jun, 2017

Bei einem Angriff von Islamisten auf eine von westlichen Ausländern besuchte Ferienunterkunft in Malis Hauptstadt Bamako sind am Sonntag zwei Menschen getötet worden. Ein Vertreter des malischen Sicherheitsministeriums sagte, bei den Angreifern handele es sich vermutlich um Dschihadisten. Anrainer berichteten von Schüssen, die auf dem Gelände am Stadtrand von Bamako gefallen seien.

Im westafrikanischen Mali sind zahlreiche französische und deutsche Soldaten stationiert.

Zu möglichen Hintergründen und möglichen Opfern war zunächst nichts bekannt. Laut Augenzeugen sind malischen und internationale Sicherheitskräfte vor Ort.

Die Bundeswehr ist an der europäischen Ausbildungsmission EUTM sowie an dem 2013 gestarteten Stabilisierungseinsatz der Vereinten Nationen, Minusma, beteiligt.

Die Terrororganisation Al-Qaida im Islamischen Maghreb (AQMI) und andere extremistische Gruppen sind im Norden Malis aktiv.

Im März 2016 hatte Islamisten das Nord-Süd-Hotel in Bamako angegriffen, in dem Anhörige der EU-Mission zur Ausbildung der malischen Streitkräfte EUTM Mali untergebracht waren. Im November 2015 griffen Terroristen das Radisson-Hotel in Bamako an, nahmen hundert Gäste als Geiseln und töteten zwanzig. Im Januar stimmte der Bundestag der Ausweitung des Einsatzmandats auf bis zu tausend deutsche Soldaten zu.