Cristiano Ronaldo nach Steuervorwürfen: "Manchmal die beste Antwort, still zu sein"

Montag, 19 Jun, 2017

Der Fußballer soll über Briefkastenfirmen mehr als 14 Millionen Euro Steuern hinterzogen haben. Für den Steuerbetrug habe er im Jahr 2010 - ein Jahr nach seinem Wechsel von Manchester United zu Real - auf den Britischen Jungferninseln und in Irland ein Unternehmensgeflecht geschaffen. Die spanische Staatsanwaltschaft wirft Ronaldo Steuerhinterziehung in Millionenhöhe vor. Ronaldo droht nun eine Haftstrafe.

"CR7" - oder "CR14,7", wie mehreren spanische Zeitungen Ronaldo umtauften - soll laut Staatsanwaltschaft zwischen 2011 und 2014 Millioneneinnahmen "bewusst" am Fiskus vorbeigeschleust haben.

Spaniens Medien und viele von der Anzeige der Staatsanwaltschaft gegen Ronaldo geschockte Fans konnte das aber nicht überzeugen. Der Europameister bereitet sich mit seinem Superstar auf den Confederations Cup vom 17. Juni bis 2. Juli in Russland vor, wo man auch auf das deutsche Team treffen könnte. Er wurde der Steuerhinterziehung in Höhe von gut 14,76 Millionen Euro beschuldigt.

Ronaldo gilt laut Forbes als bestbezahlter Athlet der Welt. Weitere Links zum Thema Ronaldo ist nicht der erste prominente Fußball-Profi, der Ärger mit den spanischen Steuerbehörden hat. Der bei Real Madrid unter Vertrag stehende Portugiese verdiente in den vergangenen zwölf Monaten knapp 83 Millionen Euro, wie aus einer dieser Tage veröffentlichten Forbes-Liste hervorgeht. Die Informationen waren von der Enthüllungsplattform "Football Leaks" zur Verfügung gestellt worden.

Die portugiesische Zeitung "A Bola" berichtet am Freitag, dass CR7 seinen Entschluss, Spanien zu verlassen, gefasst habe und dieser irreversibel sei. Doch selbst wenn das Urteil hält, ist ein Haftantritt unwahrscheinlich: Haftstrafen von weniger als zwei Jahren werden in Spanien in der Regel zur Bewährung ausgesetzt.