Haas verdirbt Federer-Comeback

Montag, 19 Jun, 2017

Roger Federer ist mit einer Achtelfinal-Niederlage gegen Tommy Haas die Rückkehr auf die Tennis-Tour misslungen.

Gegen das Serve-and-Volley-Spiel von Aufschlag-Riese Mischa Zverev (29) kam Haas, zwei Tage nach seinem Sensations-Sieg gegen Roger Federer (35), nicht an.

Roger Federer ist nach über 2-monatiger Pause mit einer Niederlage auf die ATP-Tour zurückgekehrt. Haas verschwand winkend. "Es tut mir schon ein bisschen leid, vor allem weil ich immer seine Tochter gehört habe, die gerufen hat, 'Come on, Daddy'", sagte Zverev. "Ich bin ein bisschen spr". Die Weltnummer 5 schaffte gleich im ersten Game ein Break, schlug in der Folge stark auf (insgesamt 23 Asse) und gewann den ersten Satz nach gut 20 Minuten locker 6:2.

Erstmals nach seinem Comeback im Januar nach einer langen Verletzungspause feierte der 39-jährige Haas zwei Erfolge nacheinander. Das am Mittwoch auf 15.30 Uhr terminierte Duell mit Federer erarbeitete sich Haas mit viel Ausdauer. Für den Wahlamerikaner Haas dürfte es die letzte Partie bei dem mit 701 975 Euro dotierten Rasenturnier gewesen sein, er will seine Karriere noch in diesem Jahr beenden.

"Ich bin nicht so geschockt, dass ich verloren habe".

Es war in ein spezielles Match, nicht nur weil Publikumslieblinge aufeinandertrafen, nicht nur weil die beiden Kontrahenten gut befreundet sind.

Vor fast voller Kulisse auf dem 6000 Zuschauer fassenden Center Court hatte Haas am Freitag phasenweise sein Können demonstriert, sein erstes Halbfinale seit drei Jahren aber verpasst.

Der 18-fache Grand-Slam-Sieger unterlag in der 2. Nach seinem grandiosen Saisonstart mit den Siegen am Australian Open, in Indian Wells und in Miami gehört er in Wimbledon zu den Topfavoriten.

Mischa Zverev, der ältere Bruder von Top-Ten-Spieler Alexander Zverev, machte mit dem ersten Matchball den Halbfinaleinzug perfekt und schickte den Altmeister ein Stückchen weiter in Richtung Tennis-Rente.

Kohlschreiber hatte zuvor dafür gesorgt, dass Federer und Haas auf ihren Auftritt warten mussten. Er bezwang den an Position fünf gesetzten US-Amerikaner Steve Johnson mit 7:6 (7:3), 5:7, 7:6 (8:6). "Federer ist eine Legende und Tommy eigentlich für mich auch".