Hartung neuer Säbel-Europameister - Ndolo holt Silber

Montag, 19 Jun, 2017

Die deutschen Säbelfechter haben am letzten Tag der EM in Tiflis/Georgien im Mannschaftswettkampf die nächste deutsche Medaille verpasst. Die deutschen Degenfechterinnen um Alexandra Ndolo scheiterten bereits im Viertelfinale mit 33:43 an Russland. Nach dem 10:15 im Degen-Finale gegen die Russin Violetta Kolobowa blieb der 30-Jährigen aus Leverkusen Silber - größter Erfolg ihrer Karriere. Damit hat der Deutsche Fechter-Bund (DFeB) auf einen Schlag seine Vorgabe von zwei Medaillen erfüllt.

"Ich hab' sie alle rasiert". Mit einem breiten Lachen kommentierte der Dormagener seinen Coup, der ihm die Nachfolge seines im Viertelfinale mit 8:15 an Szilagyi gescheiterten Vereinskollegen Benedikt Wagner und den größten Einzelerfolg seiner Laufbahn einbrachte. "Szilagyi ist vielleicht momentan der beste Fechter der Welt, ihn zu besiegen, ist einfach unglaublich", sagte Hartung nach der Siegerehrung.

Der frühere Mannschafts-Weltmeister hatte sich bis in das Halbfinale vorgekämpft und dort den georgischen Lokalmatador Sandro Bazadze mit 15:11 bezwungen. Ndolo und Hartung zählen nun auch beim Saisonhöhepunkt zu den Favoriten: Vom 19. bis 26. Juli finden die Fecht-Weltmeisterschaften in Leipzig statt.

Neben Hartung und Ndolo überzeugte auch Björn Hübner, der unter den Top 32 mit einem 15:12-Erfolg gegen den rumänischen Olympia-Fünften Tiberiu Dolniceanu überraschte.

Es gab aber auch Enttäuschendes: Matyas Szabo, Olympia-Achter von Rio und Sohn des Bundestrainers, überstand die 32er-Runde nicht. Danach war aber gegen Csanad Gemesi Schluss.