Löw bezeichnet Confed Cup als Geschenk "Die Mannschaft brennt"

Montag, 19 Jun, 2017

Während Russland nun mit Selbstvertrauen das Spitzenspiel der Gruppe A gegen Portugal angehen kann, schaffte Neuseeland auch im zehnten Confed-Cup-Spiel keinen Sieg und muss nun gegen Mexiko unbedingt punkten. Russland hat bei dem Turnier das Halbfinale im Visier - Staatschef Putin hatte im Vorfeld geäußert, dass er sich "echte Krieger" in der Nationalelf wünsche. Petersburg (57 268 Plätze) nahmen hunderte Musiker und Tänzer die nur 50 251 Fans auf eine knapp halbstündige Reise durch die russische Kultur und Geschichte mit. Die neu formierte "Sbornaja setzte den Gegner sofort unter Druck".

Und so war Neusselands Torwart Stefan Marinovic, der in der vergangenen Saison in der Regionalliga für die SpVgg Unterhaching das Tor hütete, gleich schwer beschäftigt.

Brenzliger wurde es für die All Whites vier Minuten später, als Wiktor Wassin nach Ecke von Aleksander Samedow per Kopf den Innenpfosten traf. Kurz danach war es Tommy Smith, der für seinen Tormann auf der Linie rettete (9.). Die Video-Schiedsrichter schalteten sich in dieser Szene aber nicht ein.

Ein Tag noch, dann geht es auch für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft richtig los beim Confed Cup in Russland. Ein Eigentor am neuseeländischen Kasten brachte die Russen in der 31. Minute in Führung. Denis Glushakov lupft den Ball über Torhüter Marinovic an den Pfosten. Den von der Stange abprallenden Ball drückte schließlich Boxall bei seinem Rettungsversuch über die Linie. Vor dem Halbzeitpfiff vergab anschließend noch Smolow eine gute Möglichkeit (39.). Das 5-3-1-1-System war fast ausschließlich auf die Absicherung des Tores ausgerichtet, Überraschungsmomente in der Offensive blieben nahezu gänzlich aus.

Dass sich die Aufregung darüber von russischer Seite in Grenzen halten dürfte, lag am wohl besten Spielzug der Partie: Nach einer Balleroberung in der gegnerischen Hälfte brachten die Russen den Ball schnell in die Spitze, Poloz leitete ihn mit einem Kontakt in den Lauf von Gluschakow, der wohl selbst zum 1:0 getroffen hätte, wenn ihm Neuseelands Michael Boxall nicht den Ball vom Fuß gespitzelt hätte.

Auch der zweite Durchgang lieferte ein unverändertes Bild. Dabei zeigte Hachings Keeper Marinovic einige gute Paraden, wie bei der Doppelchance von Poloz und Alexander Jerochin (48.). Er spüre, dass der Weltmeister ohne seine erste Besetzung nicht als großer Favorit angesehen wird. Ich bin mit dem Ergebnis und mit bestimmten Spielweisen zufrieden.