Löw wirft Planung um: DFB-Team trainiert nicht im WM-Stadion

Montag, 19 Jun, 2017

Gastgeber Russland ist erfolgreich in den Confederations Cup gestartet. Am Abschlusstraining des Fußball-Weltmeisters für das Spiel am Montag (17.00 Uhr MESZ/ZDF) in Sotschi gegen Australien nahmen unter den Augen von DFB-Präsident Reinhard Grindel alle 21 Spieler teil.

Löw berichtete, dass die Torhüter schon am Samstagmorgen unterrichtet worden seien. Im Tor darf sich zum Auftakt Bernd Leno beweisen. Beim 7:0 im WM-Qualifikationsspiel gegen San Marino stand Marc-André ter Stegen im Tor. In den mindestens drei und maximal fünf Partien soll weiterhin gewechselt werden. Vorhersagen zur Aufstellung stehen daher unter Vorbehalt, dennoch wird die vermeintlich stärkste Formation ins Eröffnungsspiel gehen: mit Kimmich und Hector auf den Flügeln, Mustafi im Abwehrzentrum, Goretzka und Kapitän Draxler im Mittelfeld, Wagner im Sturm. Löw erinnerte seine Confed-Cup-Kicker in Sotschi noch einmal explizit an die Anfänge dieser Akteure, die zu "Weltstars geworden" seien. "Unsere Gruppe wird nicht einfach", sagte Antonio Rüdiger.

Russland - Neuseeland 2:0 (1:0) St.

"Die Erwartungshaltung ist natürlich ein Sieg", sagte Teammanager Oliver Bierhoff: "Wir wissen aber auch, dass wir mit einer Mannschaft spielen, die so nicht allzu häufig gespielt hat".

Der für einen Halbfinaleinzug fest eingeplante Sieg gegen den Weltranglisten-48. Zudem muss Löw eine Antwort auf das Spielsystem der Socceroos (3-2-4-1) finden - und auf deren Kampfgeist. Er erinnerte aber an die spielerischen Fortschritte des Kontrahenten. Löw warnt: Australien sei ein Gegner, der "schwer zu bespielen" sei.

Die Australier werden den "Weltmeister light" kaum unterschätzen. Denn die besseren Erfahrungen bei Turnieren hat das DFB-Team gemacht.

Favoriten beim Confed Cup sind immer die Mannschaften aus (Zentral-) Europa und Südamerika, also in diesem Jahr die Teilnehmer Deutschland, Portugal, Chile und Mexiko.