Mercedes- Zoff: Wolff hält Rosberg für "den Bösen"!

Montag, 19 Jun, 2017

"Nico hat einfach alle Waffen genutzt, die ihm zur Verfügung standen". "Ich weiss, wie er über mich denkt, daher ist es mir egal, was eine englische Zeitung schreibt", sagt Rosberg der Deutschen Presse-Agentur.

Er bleibt ruhig. Auf die bemerkenswerten Sätze seines ehemaligen Teamchefs Toto Wolff reagiert Nico Rosberg besonnen. "Es gab alle möglichen Psycho-Spielchen, um den Rivalen zu destabilisieren", wird Wolff zitiert.

Gegenüber der Daily Mail antwortete der Wiener auf die Frage, wer der größere Intrigant gewesen sei: "Der, der nicht mehr da ist. der Bösartige".

Rosberg hatte wenige Tage nach seinem ersten WM-Titel mit 31 Jahren seinen Rücktritt erklärt.

Auch den neuen Teamkollegen, Rosberg-Ersatz Valtteri Bottas, lobt Hamilton auffällig häufig für die nun so angenehme Zusammenarbeit innerhalb der Mercedes-Garage. Auch nach seiner aktiven Zeit kamen von Ex-Kollege Hamilton immer wieder kleine Sticheleien, doch auf Konter verzichtete Rosberg bislang - so auch in diesem Fall. Es waren die Jahre der Mercedes-Hoheit, andere Teams waren nur Beiwerk. "Ich kriege das nebenbei etwas mit, weil ich im Internet unterwegs bin und ab und zu lese, was er so loslässt", verriet Rosberg weiter. "Das ist lustig, es tangiert mich einfach nicht mehr". Im Fokus stand jedes Rennwochenende der Kampf des blonden Weltmeister-Sohns aus gut situierten Verhältnissen und des ersten dunkelhäutigen Piloten in der Formel-1-Historie, dessen eingewanderter Vater einst noch Nebenjobs annehmen musste, um die Karriere des Sohnes zu ermöglichen.

Rosberg und Wolff hätten nämlich eigentlich ein gutes Verhältnis, wie sich unter anderem in dieser Woche gezeigt habe: "Am Dienstag haben wir bei einem Charity zusammen 600.000 Euro für blinde Kinder gesammelt", unterstreicht er.