Real Madrid kämpft um Ronaldo: Zidane leistet Überzeugungsarbeit: "Cristiano"

Montag, 19 Jun, 2017

Noch einmal rund 200 Millionen würde es kosten, um Ronaldos Gehaltsvorstellungen für einen Vierjahresvertrag zu erfüllen.

Vor Anpfiff des Auftaktspiels des Europameisters gegen Mexiko in Kasan nutzte Coach Fernando Santos die wiederkehrenden Journalisten-Fragen für eine vehemente Verteidigungsrede.

Auch der deutsche Rekordmeister Bayern München ist angeblich in den Kreis der Interessenten an Weltfußballer Cristiano Ronaldo (32) von Champions-League-Sieger Real Madrid eingestiegen. Einem Bericht Madrider Sportzeitung "Marca" zufolge riefen bereits sowohl Real-Trainer Zinedine Zidane als auch Kapitän Sergio Ramos aus ihrem Urlaub heraus bei Ronaldo an, um ihn zum Bleiben zu bewegen.

Zidane soll Ronaldo klargemacht haben, dass er sowohl mit seinem Kampfgeist als auch mit seinen Toren für Real unverzichtbar sei, und dass das Team noch viel erreichen könne.

Ronaldo zehnmal so teuer wie Tolisso? Oder er versucht mit seinem einflussreichen Berater Jorge Mendes den Druck auf Real zu erhöhen, ihn in der Steueraffäre noch mehr zu unterstützen.

Juan Carlos Osorio an der Seitenlinie der mexikanischen Nationalmannschaft
Juan Carlos Osorio an der Seitenlinie der mexikanischen Nationalmannschaft

Sollte der Real-Star dann immer noch an seiner Wechsel-Absicht festhalten, würde Zidane ihn aber ziehenlassen. Er weiß auch: Bei einem Verein wie Paris St. Germain bräuchte er nicht weniger zu verdienen als die rund 50 Millionen Euro brutto, die ihm Real pro Jahr überweist.

In Ronaldos Vertrag, der noch bis 2021 läuft, ist eine astronomische Summe als feste Ablöse festgeschrieben: Eine Milliarde Euro.

Die Vorwürfe gegen den Superstar wiegen schwer: Ronaldo, der Schätzungen zufolge pro Jahr rund 65 Millionen Euro aus Gehältern und Werberechten kassiert, soll Einnahmen aus Bild- und Werberechten über ein verzweigtes Firmennetzwerk mit Sitz auf den britischen Jungferninseln und in Irland am Fiskus vorbeigeschleust haben.

Außer den Münchnern sollen auch Paris St. Germain, Klub von Weltmeister Julian Draxler und Torwart Kevin Trapp, sowie der englische Rekordchampion Manchester United Interesse an CR7 bekundet haben. "Es ist nicht das Ergebnis, das wir wollten", sagte Ronaldo. "Aber nicht zu dem Preis von 400 Millionen Euro". Die "Red Devils" hätten im Gegensatz zu Bayern kein Problem, einen derartigen Transfer finanziell zu stemmen. Der bisherige Rekordtransfer des FC Bayern liegt bei 41,5 Mio.