Ronaldo kämpft gegen die Steuer-Vorwürfe

Montag, 19 Jun, 2017

Cristiano Ronaldo soll seit seinem Wechsel zu Real Madrid 14,7 Millionen Euro am spanischen Staat vorbeigeschleust haben. Die für Wirtschaftsdelikte zuständige Staatsanwaltschaft hat, wie Dienstag bekannt wurde, bei Gericht eine entsprechende Anzeige erstattet.

Madrid - Die spanische Staatsanwaltschaft wirft Cristiano Ronaldo Steuerhinterziehung in Millionenhöhe vor.

Der portugiesische Superstar habe dafür von Strukturen "profitiert", die im Jahr 2010 eigens geschaffen wurden, um in Spanien erzieltes Einkommen den Steuerbehörden zu verheimlichen. Den Schätzungen zufolge kassiert Ronaldo pro Jahr etwa 65 Millionen Euro aus Gehältern und Werberechten. Die Anschuldigungen irritierten ihn, betonte Ronaldo damals. Dieses Vorgehen belege eine "vorsätzliche und bewusste Missachtung seiner Steuerpflichten in Spanien", heißt es in der Erklärung. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, droht dem Ausnahme-Fußballer eine Haftstrafe. Das Lissaboner Unternehmen Gestifute seines Managers Jorge Mendes teilte mit, es habe niemals Unterschlagung gegeben. Seit Jahren gilt der Weltfussballer als Vorzeige-Athlet ohne Skandale und ist das Vorbild etlicher Jugendlichen.

Die Agentur von Ronaldo vermutet hinter den Vorwürfen einen simplen Grund.

In absehbarer Zukunft muss Portugal dann dauerhaft ohne den 32-jährigen Ronaldo auskommen - doch davor hat CR7 selbst keine Angst.

Ihre Artikelempfehlung des Artikels "Fußballstar Ronaldo des Steuerbetrugs beschuldigt" wurde versendet! Das Glück des Argentiniers vom FC Barcelona: Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren werden in Spanien bei nicht vorbestraften Angeklagten praktisch immer zur Bewährung ausgesetzt.