Ronaldo und der Kampf um seinen sauberen Ruf

Montag, 19 Jun, 2017

Am Dienstag platzte die Bombe: Cristiano Ronaldo wird in Spanien vorgeworfen, insgesamt 14,7 Millionen Euro Steuern hinterzogen zu haben.

Cristiano Ronaldo kämpft nach den schweren Vorwürfen des Steuerbetrugs um seinen Ruf und seine Freiheit. Das Lissaboner Unternehmen Gestifute seines Managers Jorge Mendes teilte am Dienstagabend mit, es habe niemals Unterschlagung gegeben.

Es sei klar, dass der Spieler nicht versucht habe, Steuerzahlungen zu umgehen, hieß es weiter.

Die spanische Staatsanwaltschaft wirft Cristiano Ronaldo vor, 2010 bewusst eine Geschäftsstruktur zur Verbergung von Einkommen geschaffen zu haben.

Eine Stellungnahme Ronaldos steht derzeit aus. Sogar "AS", das Hausblatt von Real Madrid, stellte Ronaldo schonungslos an den Pranger.

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Steuerbetrugs.

Laut der Anklage schleuste der Fussball-Weltstar so zwischen 2011 und 2014 fast 15 Millionen Euro am Fiskus vorbei. Wenn er auf die Anklagebank muss und verurteilt wird, muss Ronaldo hoffen, dass er das Glück seines sportlichen Erzrivalen Lionel Messi hat. Die Informationen waren von der Enthüllungsplattform "Football Leaks" zur Verfügung gestellt worden. Der Spieler sei vielmehr seinen gesamten Steuerpflichten in Spanien, zu denen die im Ausland erzielten Werbeeinnahmen nicht gehörten, nachgekommen.

Bereits im Dezember letzten Jahres wurde bekannt, dass der vierfache Weltfußballer in eine Steueraffäre verwickelt sein soll.

Sollte es zu einem Strafprozess kommen, droht ihm eine mehrjährige Haftstrafe.

Nach Angaben des US-Magazins "Forbes" ist er der bestbezahlte Sportler der Welt. Der bei Real Madrid unter Vertrag stehende Portugiese verdiente in den vergangenen zwölf Monaten knapp 83 Millionen Euro, wie aus einer dieser Tage veröffentlichten Liste hervorgeht.

Zuvor hatte ein vom Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" angeführtes internationales Medien-Netzwerk vorwiegend in Spanien tätige Fußballstars in Berichten über Steuertricks und Briefkastenfirmen in Steueroasen genannt. Vor allem die spanischen Ermittler sind nicht erst seither gefordert, gegen die Steuerhinterziehung der Superstars zu ermitteln. Weil die Strafe unter zwei Jahren und Messi nicht vorbestraft war, wurde die Strafe zur Bewährung ausgesetzt.