Russische Hacker sollen Katar-Krise ausgelöst haben

Montag, 19 Jun, 2017

Die Ankündigung der von Saudi-Arabien angeführten Koalition, die diplomatischen Beziehungen mit Katar abzubrechen, stellt den Höhepunkt einer jahrelangen Auseinandersetzung zwischen mehreren Staaten am Arabischen Golf und Katar dar.

Der iranische Außenministeriumssprecher Bahram Qasemi rief am selben Tag in einer Erklärung die verschiedenen Seiten dazu auf, Zurückhaltung zu üben, um eine Eskalation der Situation zu vermeiden. Auf Twitter hatte Trump das Vorgehen gegen Katar als Erfolg seiner Reise nach Saudi Arabien verkauft.

Kurz zuvor hatte Trump den Boykott Katars durch mehrere Nachbarländer noch als positives Resultat seiner Nahost-Politik beschrieben. In Katar befindet sich die größte Militärbasis der USA in der Region. Er gilt als bedeutend für den US-geführten Kampf gegen den IS. US-Präsident Donald Trump will mit allen Beteiligten sprechen. In Russland erfuhr man von diesem kleinen, aber infolge immenser Gasreserven ambitionierten Land am Persischen Golf im Herbst 1999, als sich herausstellte, dass über die Invasion der von Bassajew und Hattab angeführten Banden (in Südrussland) der katarische Satellitensender Al Jazeera berichtet hatte. Die Muslimbruderschaft und ihr Ableger Hamas werden ebenfalls unterstützt. Auch über Saudi-Arabien habe es Informationen gegeben, dass von dort aus "privaten Kreisen" und Stiftungen die Terroristen unterstützt worden seien. Das Land solle "offenbar mehr oder weniger vollständig isoliert" werden, sagte er dem "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe). In Berlin traf Außenminister Gabriel (SPD) seinen saudischen Kollegen Al-Dschubair. Deutschland biete an, seinen Beitrag dazu zu leisten, wo immer dies möglich sei. Was vor allem Ägypten erbost.

Die internationalen Bemühungen zur Beilegung der Krise um Katar haben sich am Donnerstag weiter verstärkt.

Unterstützung für Katar kam vonseiten der Türkei.

Das türkische Parlament hat die Stationierung von Truppen in Katar beschlossen.

Irans Außenminister Mohammad Dschawad Sarif erklärte zum Auftakt seines Türkei-Besuchs, die besorgniserregenden Entwicklungen in der Golf-Region müssten besprochen werden. Das Leben der Menschen in Katar werde unter der Blockade nicht leiden. Das Getreide reiche für mindestens vier Wochen. Kuwaits Emir Sabah al-Salim al-Sabah bemühte sich ebenfalls um Vermittlung in dem Streit. Der Außen-Staatsminister der Vereinigten Arabischen Emirate Anwar Karkasch sagte der Nachrichtenagentur AFP, bei den Maßnahmen gegen Katar gehe es nicht um einen "Regimewechsel", sondern um eine "Änderung der Politik". Er sei zuversichtlich, dass der Konflikt um Katar den Kampf der Anti-IS-Koalition gegen die Terrororganisation nicht beeinträchtigen werde, erklärte Mattis eilig. "Vielleicht wird das der Anfang vom Ende des Terrorhorrors sein".

Am späten Dienstagabend versuchte US-Präsident Trump dann doch Schlimmeres zu verhindern und telefonierte mit dem saudi-arabischen König Salman. Sanktionen gegen Katar könnten die Probleme definitiv nicht lösen. Katarische Diplomaten müssen die betroffenen Staaten innerhalb von 48 Stunden verlassen.