Santos' flammender Appell für Cristiano Ronaldo

Montag, 19 Jun, 2017

Allerdings wurde zuletzt in spanischen Medien über eine Ablöseforderung von Real in Höhe von 400 Millionen Euro spekuliert - selbst für den gut betuchten FC Bayern wohl mehr als eine Nummer zu groß. 200 Millionen Euro stehen im Raum, aber eine halbe Milliarde Euro - das wäre eigentlich die vertraglich festgeschriebene Ablösesumme, für die der 32 Jahre alte Superstar aus Portugal aus seinem bis 2021 gültigen Vertrag mit Real Madrid herausgekauft werden könnte. Bei Ronaldos Rückkehr nach Madrid werde er sich mit dem wegen der Steuerhinterziehungsvorwürfe verärgerten Stürmer zusammensetzen, um dessen Abgang doch noch zu verhindern. Vor zwei Jahren sollen die Franzosen Real bereits ein Angebot über 200 Millionen Euro unterbreitet haben. Aktuell verdient der bestbezahlte Sportler der Welt ein Bruttogehalt von rund 50 Millionen Euro pro Jahr bei seinem Verein.

Vor Anpfiff des Auftaktspiels des Europameisters gegen Mexiko am Sonntag in Kasan nutzte Coach Fernando Santos die wiederkehrenden Journalisten-Fragen für eine vehemente Verteidigungsrede.

Dieses Vorgehen ist angeblich einer der Gründe, warum CR7 auf Real-Präsident Florentino Perez alles andere als gut zu sprechen sein soll. Die erste und von vielen Beobachtern geteilte Einschätzung: Ronaldo ist ernsthaft erzürnt über die Ermittlungen gegen ihn und will seine Wahlheimat deshalb verlassen. "Ich lege meine Hand für ihn ins Feuer, für seine Integrität als Mann und als Athlet", beschwor der Europameistertrainer.

Für eine Verpflichtung von Weltfussballer Cristiano Ronaldo müssten mögliche Interessenten wie Paris St. Germain oder Manchester United die mit Abstand höchste Transfersumme der Fussball-Geschichte bezahlen. "Cristiano ist zu 100 Prozent konzentriert", sagte der Torwart.

Ein Wechsel nach China gilt als ausgeschlossen, allein schon der Kinder wegen, berichtete "A Bola", die diese Diskussion ins Laufen gebracht hatte.

Wie reagieren Trainer und Teamkollegen beim Confed Cup? "Aber nicht zu dem Preis von 400 Millionen Euro", sagte Massimiliano Mirabelli, der Sportdirektor des italienischen Clubs AC Mailand am Samstag dazu. Die "Red Devils" hätten im Gegensatz zu Bayern kein Problem, einen derartigen Transfer finanziell zu stemmen. Eine Stellungnahme vom FC Bayern zu den Medienspekulationen aus Italien gab es bislang nicht.