Späte Tore bescheren Chile Sieg: 2:0 gegen Kamerun Confed Cup

Montag, 19 Jun, 2017

Bayern-Star Vidal sorgt in Minute 81 per Kopf für die hochverdiente Führung, Vargas fixiert den Endstand (92.).

In der ersten Halbzeit zeigte Chile ein gutes Passspiel und kam auch zu einigen Möglichkeiten, Kameruns junge Mannschaft verlegte sich meist auf das Konterspiel und hatte mit Vincent Aboubakar eine One-Man-Show.

Vor 33.492 Zuschauern in Moskau gab es im ersten Durchgang die größte Aufregung Sekunden vor der Pause, als die Chilenen schon ihren vermeintlichen Führungstreffer durch Vargas bejubelten.

In beiden Fällen dauerte die Entscheidung jeweils mehr als eine Minute.

Auch im zweiten Spiel des Abends musste der Videobeweis angewandt werden. Am Sonntag wurde bei zwei Spielen insgesamt viermal die Frage "Tor oder nicht Tor" erst nach Rücksprache mit dem Video-Referee entschieden. Nach dem nicht gegebenen Tor in der ersten Halbzeit ging insbesondere Vidal den Schiedsrichter wild gestikulierend und laut schimpfend an.

Bereits am Nachmittag hatte es in Kasan beim Spiel zwischen Portugal und Mexiko (2:2) einen Videobeweis gegeben. Bei der Begegnung zwischen Portugal und Mexiko wurde ein Treffer von Nani wegen einer Abseitssituation richtigerweise zurückgenommen. "Es sind die neuen Regeln, wenn es dem Fußball hilft, super". Auch hier dauerte es gut eine Minute, bis darüber Klarheit herrschte. Er habe versucht rauszufinden, warum das Tor nicht zählte. "Der Videoreferee wurde nur bei unseren Toren benutzt, obwohl die Szene vor dem 2:2 auch sehr komplex war", sagte Santos.

Beim Confed Cup kommen erstmals bei einem großen Fifa-Turnier die Video-Referees zum Einsatz, um bei spielentscheidenden Situationen wie Toren, Abseits, Roten Karten oder Elfmetern die Korrektur offensichtlicher Fehlentscheidungen zu ermöglichen.