Rentenkasse verzeichnet Minus von 2,2 Milliarden Euro

Montag, 26 Jun, 2017

Wie die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV) am Montag in Berlin mitteilte, lagen die Ausgaben 2016 bei 282,7 Milliarden Euro, die Einnahmen dagegen nur bei 280,5 Milliarden Euro.

Diese Rücklage soll bei maximal eineinhalb Monatsausgaben liegen (rund 30 Milliarden Euro), als absolutes Minimum sind 20 Prozent einer Monatsausgabe Vorschrift.

Ursache für das größere Minus seien höhere Ausgaben als 2015.

Die Rentenkasse hat laut einem Zeitungsbericht im vergangenen Jahr ein Minus von 2,2 Milliarden Euro eingefahren. Dennoch beschwichtigt die Deutsche Rentenversicherung: Die Lage sei gar nicht so schlecht.

Die Rentenversicherung führt die Entwicklung unter anderem auf die Kosten zurückliegender Reformschritte zurück - etwa die Einführung der Mütterrente oder die Rente mit 63.

Die "Ruhr Nachrichten" wiesen darauf hin, dass das Minus der gesetzlichen Rentenversicherung 2016 um gut 600 Millionen Euro höher ausfiel als im Jahr zuvor. Im Jahr 2014 erzielte die GRV noch einen Überschuss von 3,16 Milliarden Euro, während man 2015 mit 1,59 Milliarden Euro in die roten Zahlen rutschte.

Das abermals gestiegene Minus im vergangenen Jahr macht indes keinen Anstieg des Beitragssatzes von derzeit 18,7 Prozent erforderlich, heißt es dem Blatt zufolge in dem Regierungsentwurf des Bundesfinanzministeriums. Die Einnahmen aus Pflichtbeiträgen sind im letzten Jahr um über vier Prozent gestiegen. Ausgehend von all diesen Werten sagt die Prognose, dass die Beiträge bis 2021 stabil bleiben dürften.

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