A44 nach Gefahrgut-Unfall bis zum Nachmittag voll gesperrt

Dienstag, 27 Jun, 2017

Staugefahr: Bis zum Nachmittag soll die A44 noch gesperrt bleiben. Womöglich ist Grundwasser verunreinigt worden.

Ein Gefahrguttransporter ist am Montag, 26. Juni 2017, gegen 20 Uhr auf der A 44 in der Nähe der Autobahnabfahrt Erwitte/Anröchte verunglückt. Die Sperrung betrifft das Teilstück zwischen den Anschlussstellen Erwitte/Anröchte und Geseke. In Fahrtrichtung Kassel könne die Fahrbahn möglicherweise schon etwas früher wieder freigegeben werden, hieß es vonseiten der Polizei.

Nach einem Reifenschaden hatte der 44-jährige Lkw-Fahrer am Montagabend auf dem Weg nach Kassel die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Der Sattelschlepper durchbrach darauf die Mittelleitplanke, kippte auf die Seite und kam auf der Gegenfahrbahn zum Liegen.

Der Transporter hatte eine leicht entzündliche Flüssigkeit geladen. Da Xylol und Benzol, neben der leichten Entflammbarkeit, auch als krebserregend gelten, muss der Boden an der Unfallstelle in den nächsten Tagen wohl abgebagget werden. Einzelheiten dazu waren zunächst nicht bekannt. Die Untere Wasserbehörde des Kreises Soest hat ein Unternehmen beauftragt, das verunreinigte Erdreich auszukoffern. Die öffentliche Trinkwasserversorgung ist nach den derzeitigen Erkenntnissen der Unteren Wasserbehörde nicht betroffen.

Der geschätzte Gesamtschaden beträgt laut Polizei rund 155.000 Euro.

Auf der wichtigen West-Ost-Verbindung von Dortmund nach Kassel komme es aufgrund von Baustellen immer wieder zu Unfällen, sagte ein Polizeisprecher.