Streiks im Einzelhandel dauern an - Verdi fordert höhere Löhne

Samstag, 08 Jul, 2017

Weil die Arbeitgeber sich querstellen, will man mit Demos am Wochenende "mehr Druck auf den Kessel geben".

Die Streiks im Einzelhandel in Berlin und Brandenburg sollen auch am Samstag fortgesetzt werden. Eine gemeinsame Kundgebung soll Solidarität demonstrieren. Wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte, treten Angestellte von Kaufland, H&M, Ikea, Obi, Edeka, Esprit und Netto in den Ausstand. Verdi rechnet mit mehreren hundert Teilnehmern. Am Rande des Havelparks Dallgow-Döberitz (Landkreis Havelland) ist die zentrale Streikkundgebung geplant. Das Angebot der Arbeitgeber sei dabei als "Schlag ins Gesicht der Beschäftigten" bewertet worden, sagte Ritter.

Für Brandenburg fordert Verdi zudem, dass Sonderzahlungen an das Berliner Niveau angeglichen werden. Die Arbeitgeber haben im Gegenzug eine Lohnsteigerung von 1,5 Prozent nach drei Monaten angeboten.

Der Handelsverband HBB und Verdi konnten sich in bisherigen Tarifverhandlungen nicht einigen.

Verdi fordert unter anderem bessere Arbeitsbedingungen und sechs Prozent mehr Lohn. Im Einzelhandel der Region sind insgesamt 231.000 Mitarbeiter beschäftigt, davon 147.000 in Berlin und in Brandenburg 84.000.

Die nach europäischen Standards errechnete Inflationsrate (HVPI) für Deutschland lag zur Jahresmitte um 1,5 Prozent über Vorjahresniveau.