Volkswagen soll Hauptsponsor des DFB werden

Samstag, 08 Jul, 2017

Statt mit schwarzen Benz-Limousinen soll der Weltmeister ab 2019 angeblich Volkswagen fahren - und damit Millionen verdienen. Eine verbindliche Entscheidung über den neuen Automobilpartner soll bei der DFB-Präsidiumssitzung am 14. Juli fallen.

Der DFB dementiert den Bericht: "Unsere Gremien haben noch keine Entscheidung getroffen, also gibt es dazu auch aktuell nichts zu sagen", sagte Sprecher Ralf Köttker.

Nach der Kritik bei der Vergabe des Ausrüster-Pakets - der DFB verlängerte im Juni 2016 mit Langzeit-Partner Adidas trotz intensiven Werbens von Nike - hatte der Deutsche Fußball-Bund das Hauptsponsoring im März 2017 öffentlich ausgeschrieben.

Mehrere Medien berichten von einem prestigeträchtigen Wechsel bei der DFB-Elf: Es geht um den Hauptsponsor: VW will sich künftig den Platz neben dem DFB-Logo sichern und damit Mercedes-Benz als langjährigen Partner ablösen. Der Vertrag mit dem Daimler-Konzern läuft bis Ende 2018.

25 bis 30 Millionen pro Jahr?

Mercedes und DFB: Das Ende einer Lebenspartnerschaft? Aber die haben es in sich. Nun solle sich der Wolfsburger Konzern mit seinem millionenschweren Angebot durchgesetzt haben.

Von VW liegt keine Stellungnahme zu dem Bericht vor.

Gewinner wäre so oder so der DFB, auf den durch den Neubau der rund 140 Millionen Euro teuren Akademie und die Kosten im Zuge des Sommermärchen-Skandals erhebliche Mehrausgaben zukommen. VW wollte sich auf Anfrage nicht äußern, ein Mercedes-Sprecher sagte der "FAZ": "Wir würden sehr gerne weiter mit der Nationalmannschaft zusammenarbeiten". In den Sponsoren-Verhandlungen geht es um eminente Werberechte - 70 bis 80 Prozent des gesamten Jahresertrags, der zuletzt rund 228 Millionen Euro ausmachte, werden direkt oder indirekt über Geschäfte mit der Nationalmannschaft verdient. Bisher sollen zwischen Mercedes und dem Fußballbund rund acht Millionen Euro geflossen sein - pro Jahr versteht sich. Als überall sichtbarer Sponsor der Nationalmannschaft wäre das einfacher.