Polizei in Hamburg wird wegen Krawallen verstärkt

Sonntag, 09 Jul, 2017

Auch Beamte aus Bremen und Bremerhaven sind bei den Krawallen in Hamburg verletzt worden.

Tausende von potentiellen Gewalttätern sind anlässlich des im Moment stattfindenden G20-Gipfels in Hamburg und halten die Polizei weiter auf Trab. Böller krachen. Die Polizei drängt die Demonstranten Richtung Fischmarkt/Reeperbahn zurück. Vor allem gegen ihn richtet sich der Zorn vieler Demonstranten. Linke Gruppen und Friedensinitiativen, aber auch Autonome und Linksextreme unterstützten sie.

Nach langwierigem, harten Ringen zeichnete sich gegen Ende des Gipfels am Samstag eine gemeinsame Positionen für die Abschlusserklärung ab, wie EU-Diplomaten mitteilten.

Beim zweitägigen Alternativgipfel werden bis zu 1500 Teilnehmer erwartet. In der Elbphilharmonie versammelten sich am Abend die Teilnehmer des G20-Gipfels zu einem Konzert. CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach sprach von "bürgerkriegsähnlichen Zuständen".

Und so nimmt das Unheil seinen Lauf: Gerade einmal rund 100 Meter weit kommt der Demonstrationszug, den Linksautonome rund um die "Rote Flora" angemeldet hatten.

Nicht nur Supermärkte wurden geplündert. Schwer bewaffnete Spezialeinsatzkräfte der Polizei zogen am Rande des Schanzenviertel auf, griffen aber nicht ins Geschehen ein. Mit gepanzerten Fahrzeugen wurden brennende Barrikaden weggeschoben. Sie stoppte den Zug und setzte Pfefferspray sowie mehrere Wasserwerfer ein.

Die Straßen wurden teilweise zerstört. "G20: Eine solche Nacht darf sich in unserem Rechtsstaat nicht wiederholen!", twitterte die Gewerkschaft der Polizei (GdP). Die Polizei habe Erkenntnisse gehabt, dass Gehwegplatten auf Dächern abgelegt und Brandflaschen vorbereitet worden seien. Auch Einsatzkräfte wurden laut Polizei angegriffen. Hunderte Menschen waren zuvor einem Protestaufruf gefolgt, um auf den Straßen mit Musik und Getränken gegen den G20-Gipfel zu demonstrieren. Sie hatte zuvor versucht, einen sogenannten schwarzen Block von vermummten Linksautonomen aus der angemeldeten Demonstration "Welcome to hell" herauszuholen. Auch der Hamburger Polizeisprecher Timo Zill wurde verletzt, als er an der Hafenstraße in St. Manche von ihnen sind am Flughafen stationiert oder kümmern sich um den Verkehr. Nach Angaben der Polizei blockierten Menschengruppen mehrere Straßenkreuzungen in der Innenstadt. Die Polizei gab die Zahl der insgesamt seit Donnerstag verletzten Beamten mit 196 an.

Die Polizei forderte zunächst über soziale Internetnetzwerke dazu auf, das Fotografieren und Filmen zu unterlassen, später bat sie aber um Übermittlung der Dateien auf einem eigens eingerichteten Uploadportal. -Mai-Demos krawallerprobte Hamburger Polizei gewohnt ist. Die Angriffe hätten nichts mit politischen Motiven oder Protest zu tun.

Zuvor hatten am Freitagabend die Krawallen erneut begonnen. "Attac hat mit den sinnlosen Zerstörungen der vergangenen Nacht in Hamburg nichts zu tun und lehnt sie ab", teilte Attac mit.

Durchlass: Die Hamburger Polizei errichtete am Mittwoch die Durchlassstellen an der Sicherheitszone um die Messehallen, dem Tagungsort der G20 am 7. und 8. Juli.