Sachsen gedenkt der Opfer des Busunglücks

Montag, 10 Jul, 2017

Dresden - Mehr als 200 Menschen haben mit einer Andacht in der Dresdner Frauenkirche der Opfer des verheerenden Busunglücks auf der A9 in Oberfranken gedacht. "Es ist gut, zu spüren, dass wir füreinander einstehen können", sagte Feydt und fügte hinzu: "Und gut, einen Ort zu haben, wo wir aussprechen können, was uns das Herz zerreißt". Weitere 30 Menschen wurden teils schwer verletzt.

Sachsens evangelisch-lutherischer Landesbischof Carsten Rentzing sagte: "Es erschüttert uns in Mark und Bein, wenn Menschen aus dem lichten Leben herausgerissen werden - und es erweckt unser tiefes Mitgefühl". "Die Anteilnahme ist groß". In Bayern ist an allen staatlichen Dienstgebäuden außerdem heute Trauerbeflaggung angeordnet. "Etwas zutiefst Menschliches und Göttliches scheint durch diese Tragödie hindurch", fügte er hinzu. Die meisten Insassen stammten aus Sachsen. In der Krypta unter der Kirche hatten sich Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Ministerpräsident Stanislaw Tillich (beide CDU), Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sowie mehrere sächsische Minister, Landräte, Abgeordnete und Bürgermeister eingefunden. "Das ist ganz schlimm".

Während sich oben beim Glockengeläut der Dresdner Frauenkirche Touristen in Urlaubsstimmung tummelten, herrschte in der Unterkirche des Gotteshauses minutenlange Stille. Persönlich gekannt habe er ihn nicht.

Bei dem Unfall war bei Münchberg ein Reisebus auf einen Laster aufgefahren und ausgebrannt. 26 Sachsen und vier Brandenburger hatten das flammende Inferno verletzt überlebt. Für die Einsatzkräfte gibt es am 19. Juli einen ökumenischen Gottesdienst in der Stadtkirche von Münchberg in Bayern.