Alno will noch diesen Mittwoch Insolvenzantrag stellen

Mittwoch, 12 Jul, 2017

Das hat nun Konsequenzen.

Die Aktie des Küchenherstellers ging auf Talfahrt.

Alno hatte gestern bekanntgegeben, dass am Mittwoch beim Amtsgericht Hechingen ein Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt wurde.

Der Vorstand habe sich dazu entschlossen, "weil in den mit potenziellen Investoren und Gläubigern geführten Verhandlungen zuletzt keine Einigung erzielt werden konnte". Die Alno AG hat seit dem Börsengang 1995 fast jedes Jahr Verluste gemacht. Erst Ende Juni hatte das Unternehmen die Veröffentlichung seiner Bilanz für das gesamte Geschäftsjahr 2016 zum dritten Mal verschoben. Sie verlor nach Börsenstart 44 Prozent und kostete nur noch 0,15 Euro. Im Vorjahreszeitraum sei das Minus noch zehn Millionen Euro groß gewesen. Es sei zu erwarten, dass von den Anleihegläubigern ein Beitrag zur finanziellen Sanierung der Gesellschaft abverlangt werde. Er gilt als Vertreter des Großaktionärs Tahoe Investors, hinter dem Hastor steht. Außerdem kämpft Hastor um die Macht beim deutschen Autozulieferer Grammer. Der Hersteller hatte seitdem einen neuen Sparkurs eingeschlagen und angekündigt, durch den Wegfall von 350 Stellen in der Verwaltung Millionen sparen zu wollen. Wie viele es aktuell sind, war zunächst unklar. Das teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit. KG und Alno Logistik & Service GmbH.

Alle weiteren in- und ausländischen Tochtergesellschaften einschließlich der Pino Küchen GmbH seien von der Insolvenz nicht betroffen. Nach Aussage von Alno soll der Geschäftsbetrieb auch nach den Eigenverwaltungsanträgen unverändert fortlaufen.