Bundesliga weiter größter Zuschauermagnet im Weltfußball

Donnerstag, 13 Jul, 2017

Fans pro Spiel. So hoch lag der Zuschauerschnitt der Bundesliga im Spieljahr 2015/2016. Das hat eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte ergeben.

Weiter stellte die Studie fest, dass die deutsche Eliteliga ihre Umsätze (ohne Transfererlöse) in der Saison 2015/2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro steigerte. Dort stieg der Umsatz auf 4,9 Milliarden (+11 Prozent). Auf Platz drei steht die spanische Primera División (2,4 Milliarden Euro/+19). "Das starke Umsatzwachstum der Bundesliga lässt sich vor allem anhand der gesteigerten Medienerlöse erklären", erläuterte Karsten Hollasch, Leiter der Sport Business Gruppe bei Deloitte. So stiegen die Gesamtumsätze des europäischen Fußballmarktes (ohne Transfererlöse) von 21,8 auf 24,6 Milliarden Euro. Aufgrund der Europa-League-Erfolge von Rapid, damals Gruppensieger, stieg der Gesamt-Umsatz aller zehn Klubs auf 161 Mio. Die Bundesliga liege in diesem Bereich aber weiterhin deutlich hinter der englischen Liga zurück: "Die Premier League spielt mit Medienerlösen von über 2,58 Milliarden Euro nach wie vor in einer eigenen Liga".

Zwar sank der operative Gesamtgewinn (exklusive Transfers) der Bundesliga im Geschäftsjahr 2015/16 um 10 % auf 284 Millionen Euro; dennoch konnte jeder Club im Schnitt einen Gewinn von 16 Millionen Euro ausweisen und 16 der 18 Clubs erzielten ein positives Ergebnis. "In der Vorsaison war dies nur elf Klubs gelungen", heißt es in dem Bericht.

Deloitte erwartet zudem, dass die Umsätze durch die ab der kommenden Saison in Kraft tretenden neuen TV-Verträge in den nächsten vier Jahren um etwa 75 Prozent steigen werden. "Auch wenn die Bundesliga dadurch nicht in die Sphären der Premier League vorstoßen wird, sollten diese Faktoren dazu beitragen, mittelfristig den zweiten Platz zu verteidigen", ergänzt Hollasch.