Chinesische Auswahl spielt ab Rückrunde gegen Regionalligisten

Donnerstag, 13 Jul, 2017

Auch der 1. FC Saarbrücken, der sich zunächst noch Bedenkzeit erbeten hatte, gab am Mittwoch bekannt: "Der FCS hat sich aus sportlichen Gründen dazu entschlossen, ein Freundschaftsspiel gegen die chinesische Olympiaauswahl zu absolvieren".

Kommentare Für diese News ist leider noch kein Kommentar vorhanden. Auch der TSV Schott Mainz, der frisch in die Regionalliga aufgestiegen ist, wird gegen sie in einem Testspiel antreten.

Die Testspiele hängen mit einem besonderen Problem der Regionalliga Südwest zusammen.

Jenes Team der Liga, das eigentlich spielfrei hätte, spielt stattdessen gegen die Chinesen.

Jetzt ist es fix: Das U20-Nationalteam Chinas spielt ab der kommenden Saison in der deutschen Regionalliga Südwest.

Im Gegenzug wollen die Chinesen vom deutschen Fußball-Sachverstand profitieren. Sie würden es vorziehen, wenn die Liga mit einem regulären zwanzigsten Teilnehmer aufgestockt werden würde.

Allerdings könnten die beteiligten Vereine neben der Garantiesumme noch mehr Geld kassieren. "Der DFB hat in keinster Weise im Sinn, damit Geld zu verdienen". Der DFB freut sich dem Vernehmen nach vor allem über die Gunst der Bundesregierung, die wohl eher nichts dagegen hat, mit dem Fußballfan Jinping über dessen großes Hobby ins Gespräch zu kommen.

Für das freiwillige Freundschaftsspiel erhält jeder Regionalligist 15.000 Euro vom DFB. Auch weil noch viele Detailfragen offen seien, erklärte Markus Stenger, der DFB-Abteilungsleiter für den Spielbetrieb, würden die Freundschaftsspiele gegen die chinesische U 20 erst zur Rückrunde, also ab November, beginnen. "Sechs Mannschaften steigen ab, und nun holt der DFB die chinesische Nationalmannschaft". Die Einnahmen aus diesem Spiel sollen an Mainzer Amateur-Fußballvereine gespendet werden. "Wir möchten das Testspiel nutzen - und zwar dafür, den Fußball in unserer Region zu unterstützen". Außerdem sollte man vielleicht nicht vergessen, dass China als einer der autoritärsten Staaten weltweit gilt.

Doch die anfänglichen Pläne werden nun nur teilweise durchgesetzt. In einem Facebook-Statement gaben sich die Fans aber kämpferisch: "Wir, die China U20 Ultras, werden aber keineswegs einknicken und verschwinden".