Ex-Partner von Boris Becker geht in Berufung

Freitag, 14 Jul, 2017

Wie aus einer Pressemitteilung der Schweizer Anwaltskanzlei GHM Partners AG, die Hans-Dieter Cleven vertritt, am Donnerstag hervorgeht, wird der Unternehmer Berufung einlegen. Dieses hatte die Forderung in Höhe von mehr als 36,5 Millionen Euro zurückgewiesen, weil Cleven die Darlehen nicht rechtskräftig gekündigt habe.

In der Schweiz hat der dreimalige Wimbledonsieger Boris Becker vor Gericht im Streit um Darlehensrückzahlungen in Millionenhöhe zwar gewonnen, aber nun geht der Ex-Geschäftspartner in Berufung.

Cleven muss Becker laut dem Urteil 90.000 Franken, knapp 82.000 Euro zahlen und die Gerichtskosten übernehmen.

Wie Cleven über seine Rechtsanwälte erklären ließ, werde mit der Berufung das Urteil nicht rechtskräftig.

Der Rechtsstreit von Boris Becker mit seinem früheren Geschäftspartner Hans-Dieter Cleven über ein Millionen-Darlehen geht in die nächste Runde. Die Berufungsschrift werde innerhalb der gesetzlichen Frist eingereicht, das Obergericht des Kantons Zug müsse dann entscheiden. Seit dem Jahr 2001 hatte Cleven Becker immer wieder Kredite gewährt. Die Rückzahlung sei wegen der fehlenden Kündigung aber nicht fällig, heißt es in dem Urteil. Unabhängig von diesem Verfahren werde Cleven seine Forderungen auch in den kommenden Tagen in einem in Grossbritannien gegen den früheren Tennisweltstar laufenden Insolvenzverfahren anmelden. Sein Anwalt hatte vor Gericht erklärt, es gebe ausreichend Beweise dafür, dass der dreifache Wimbledon-Sieger die Verbindlichkeiten bald begleichen könne. Ende Juni sagte Becker gegenüber der "Süddeutschen Zeitung", er sei "weder zahlungsunfähig noch pleite".