Angreifer in ägyptischen Badeort Touristen mit Messer attackiert

Samstag, 15 Jul, 2017

"Wir haben nunmehr die traurige Gewissheit, dass zwei deutsche Urlauberinnen bei dem Angriff in Hurghada ums Leben gekommen sind", teilte eine Ministeriumssprecherin in Berlin mit.

Nach allem, was bisher bekannt sei, sollte die Tat gezielt ausländische Touristen treffen, fügte die Sprecherin hinzu. Die Botschaft in Kairo stehe in engstem Kontakt zu den ägyptischen Behörden und arbeite an einer schnellstmöglichen Aufklärung. Eine Bekannte von ihm habe die Frauen nach der Tat identifiziert. Um den Schutz vor Terrorakten zu erhöhen, müssen deutsche Fluggesellschaften aber ihre Sicherheitsmaßnahmen an ägyptischen Flughäfen verbessern. Bei dem Angriff gab es nach offiziellen Angaben auch mehrere Verletzte.

Ob es sich bei den beiden Opfern um Deutsche handelt, ist noch nicht ganz klar. Das Motiv des Täters ist bislang unklar. Drei Urlauber aus Österreich und Schweden wurden dabei verletzt. Er habe die beiden persönlich gekannt, sagte der ehemalige deutsche Honorarkonsul Hurghadas, Peter-Jürgen Ely, am Samstagmorgen der Nachrichtenagentur dpa. Es soll sich bei ihm um einen 27-jährigen Studenten aus Ägypten handeln. Sie schwebe aber nicht in Lebensgefahr.

Der Angreifer sei von einem öffentlichen Bereich aus an den Hotelstrand geschwommen und habe mit dem Messer mehrere Touristengruppen angegriffen, hieß es in einer Erklärung des ägyptischen Innenministeriums.

Die ägyptische Nachrichtenseite "Al-Masry al-Youm" hatte zunächst von zwei getöteten ukrainischen Urlaubern berichtet. Dort sei er von Sicherheitsleuten und Gästen überwältigt und umgehend festgenommen worden sein.

Fotos im Internet zeigten, wie der außer Gefecht gesetzte Angreifer auf einem Karren liegend durch den Garten einer Hotelanlage gezogen wurde. Der Mann wurde verhaftet und wird nach seinen Beweggründen befragt.

Hurghada ist neben Sharm al-Sheikh das grösste ägyptische Touristenzentrum am Roten Meer.

Noch immer haben russische und britische Charter-Gesellschaften den Verkehr nach Ägypten nicht wieder aufgenommen - anders als deutsche Urlaubs-Anbieter.