Frankreich feiert seinen Nationalfeiertag mit Trump als Ehrengast

Samstag, 15 Jul, 2017

Die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) beanspruchte den Anschlag für sich.

Paris - Mit der traditionellen Militärparade auf der Avenue des Champs-Élysées in Paris haben am Freitag die Feierlichkeiten zum französischen Nationalfeiertag mit US-Präsident Donald Trump als Ehrengast begonnen.

Wegen des symbolischen Datums war die Attacke in Nizza auch als Angriff auf Frankreich und seine Werte verstanden worden. Anlass für den eintägigen Besuch war das Jubiläum des Eintritts der USA in den Ersten Weltkrieg vor 100 Jahren.

An der Militärparade mit 3720 Soldaten zu Fuß, 211 Fahrzeugen, 63 Flugzeugen und 29 Hubschraubern nahmen auch US-Soldaten in Uniformen des Ersten Weltkriegs teil. Im vergangenen Jahr hatte am französischen Nationalfeiertag ein Attentäter mit einem Lastwagen in Nizza 86 Menschen ermordet.

Macron selbst fuhr zu Beginn, begleitet von Reitern der Republikanischen Garde, in einem offenen Militärjeep die Champs-Elysées entlang.

Anschliessend finden mehrere Gedenkveranstaltungen in Nizza statt. Später würdigte er die Zuverlässigkeit der USA als Partner: Frankreich habe in seiner Geschichte "zuverlässige Verbündete gefunden, Freunde, die uns zu Hilfe geeilt sind", sagte er. Der Nationalfeiertag erinnert an den Sturm auf die als Gefängnis genutzte Pariser Festung Bastille 1789, der als Geburtsstunde der Französischen Revolution gilt. "Die Vereinigten Staaten von Amerika gehören dazu". Ein Foto, das vor einem gemeinsamen Abendessen im Eiffelturm aufgenommen worden war, kommentierte er mit den Worten: "Das Verhältnis zu Frankreich ist so stark wie nie". Am Abend findet ein Konzert statt, 86 Lichtsäulen auf der Strandpromenade sollen an die Opfer erinnern. Bei dem Anschlag wurden 86 Menschen getötet, die Polizei erschoss den Angreifer. Die Amerikaner kämpften damals an der Seite Frankreichs gegen Deutschland.