Von wegen entspannter Lebensabend: Immer mehr Menschen arbeiten im Alter

Samstag, 15 Jul, 2017

Jede neunte Person zwischen 65 und 74 Jahren in Deutschland ging im Jahr 2016 einer Erwerbstätigkeit nach (11%), so das Statistische Bundesamt (Destatis) in einer aktuellen Pressemitteilung.

Die Zahl der arbeitenden Rentner in Deutschland ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Das entspricht einem Anteil von elf Prozent, zehn Jahre zuvor hatte die Quote noch bei fünf Prozent gelegen.

Für rund 37% der Erwerbstätigen zwischen 65 und 74 Jahren war die ausgeübte Tätigkeit die vorwiegende Quelle des Lebensunterhalts.

Im Alter die Rente genießen und sich von den Strapazen des Arbeitslebens erholen? Die Mehrheit der betagten Erwerbstätigen sieht das Arbeitseinkommen dagegen lediglich als Zuverdienst und gibt an, auch von der normalen Rente leben zu können. Jeweils drei Prozent lebten überwiegend entweder von Einkünften ihrer Angehörigen oder von sonstigen Einkünften wie etwa Einkommen aus Vermietung oder Verpachtung. "Prekäre Beschäftigung und Brüche im Erwerbsleben machen es heute vielen Menschen unmöglich, auskömmliche Anwartschaften aus der gesetzlichen Rentenversicherung aufzubauen". Ihr Anteil liegt bei 15 Prozent, bei Frauen der gleichen Altersgruppe bei acht Prozent. Am Ende des Berichtszeitraums 2016 galt eine Altersgrenze von 65 Jahren und 5 Monaten.