Bundeswehrjets zwingen weiteres Flugzeug zum Landen

Sonntag, 16 Jul, 2017

Weil der Funkkontakt zu einer koreanische Passagiermaschine abgebrochen war, haben zwei Bundeswehrjets die Boeing 777 dazu gebracht, am Stuttgarter Flughafen zu landen.

Die rund 200 Passagiere müssten die Nacht im Terminal verbringen, da um die Zeit keine Busse zu organisieren gewesen seien, sagte die Sprecherin. Daraufhin waren die Abfangjäger aufgestiegen - was im Großraum Stuttgart zu zwei Überschallknalle führte. Das Flugzeug hatte eine sicher Landung. Nach der Landung wurde festgestellt, dass das Funkgerät einen Defekt hatte. Bis sie die ägyptische Maschine erreichten, sei bereits wieder ein Funkkontakt zustandegekommen, sagte der Sprecher. Die Abbfangjänger stiegen auf, um das Flugzeug sicher auf den Flughafen Stuttgart zu begleiten.

Die Polizei Reutlingen teilte mit, die beiden Düsenjäger seien mit Überschallgeschwindigkeit angeflogen und hätten so die Knallgeräusche erzeugt. Verspätet war die Maschine nach Angaben des Airports ohnehin schon, eigentlich hätte sie um 19.25 Uhr in Zürich landen sollen. Zudem habe es keine ausreichenden Hotelkapazitäten gegeben. Dadurch hätten Polizei und Rettungsdienste vermehrt Notrufe registriert: Bei der Polizei gingen in 30 Minuten etwa 250 Anrufe ein.

Eine ägyptische Passagiermaschine hat am Freitagabend lautstarke Überschallflüge zweier Bundeswehrjets in der Grenzregion von Hessen und Bayern ausgelöst. Allerdings mussten die Abfangjäger der Bundeswehr in diesem Fall nicht eingreifen - die Besatzung des Fliegers meldete sich via Funk beim Flughafen Münster/Osnabrück noch bevor die Jets aufgeschlossen hatten. Auch in dem Fall hatten die deutschen Behörden keinen Funkkontakt zu dem Flugzeug herstellen können und routinemäßig die Luftwaffe alarmiert. Sie hatten zuvor vermutlich eine falsche Frequenz eingestellt.