Getriebewechsel bremst Bottas - Vettel Trainings-Vierter

Sonntag, 16 Jul, 2017

Wie begeistert die Chefs von Hamilton, vor allem aber die neuen Chefs der Formel 1 von dessen Nichterscheinen waren, kann man nur vermuten: Hamilton ist der Lokalmatador beim Großen Preis on Großbritannien am Sonntag (14.00 Uhr MESZ) in Silverstone, der mit vier Siegen - davon zuletzt drei in Serie - erfolgreichste Fahrer auf seinem Heimkurs. Hinter ihm belegte das Ferrari-Duo mit Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel die Plätze zwei und drei. Durch einen Getriebewechsel musste er ohnehin schon eine Rückversetzung um fünf Plätze hinnehmen. Nico Hülkenberg (GER), Renault, 1,417. 6. Vermutlich wird es dafür aber keine Strafe geben.

Um ebenso viele Ränge wird Fernando Alonso strafversetzt.

Ebenfalls von den hinteren Reihen muss Pascal Wehrlein im Sauber beginnen.

Er gehörte gestern nicht zu den Schnellsten, war aber ein Blickfang: Ferrari-Mann Vettel drehte am Vormittag einige Runden mit einer neu entwickelten Windschutzscheibe, die zukünftig die Fahrer im offenen Cockpit besser schützen soll. Die Kritik war aufgekommen, weil Hamilton ausgerechnet in seiner Heimat die PS-Show am Mittwochabend als einziger der 20 Fahrer ausgelassen hatte. Denn der Silberpfeil-Pilot brannte seine persönliche Bestmarke auf den weichen Pneus in den Asphalt. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, 0,074. 4. "Es war ganz schön windig da draußen, das war tricky", sagte der Finne anschließend. "Am Ende haben wir das Beste rausgeholt", sagte Vettel. "Es war ein bisschen ein Auf und Ab".

Der Zeitabstand nach vorne macht Vettel aber keine Angst. Doch Vettel interessiert sich zumindest momentan noch nicht für den Punktestand. Nicht in die nächste Runde kam allerdings Daniel Ricciardo.

"In Frage zu stellen, ob ein dreimaliger Weltmeister, der auch noch dabei ist, Michael Schumachers Pole-Rekord zu schlagen, sich richtig vorzubereiten versteht, ist eine Beleidigung", sagte Wolff im Fahrerlager von Silverstone. Immerhin am Vormittag hatte das Team aus Milton Keynes gegenüber Ferrari noch die Oberhand gehabt.