Leverkusen könnte Spielstätte für Olympia werden

Sonntag, 16 Jul, 2017

In den letzten acht Monaten hat die Rhein Ruhr Olympic City-Initiative des Sportmanagers Michael Mronz intensiv und in enger Absprache mit zahlreichen Kommunen aus ganz Nordrhein-Westfalen an einem Planungspapier gearbeitet, welches in einem ersten Schritt die mögliche Zuteilung der olympischen Sportarten auf die einzelnen Städte in einer Rhein Ruhr Olympic City ausweist.

DüsseldorfDer nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) beweist schon kurz nach Amtsantritt Weitsicht. Zuletzt waren drei Versuche gescheitert, Olympia nach Deutschland zu holen, davon zwei am Widerstand der Bevölkerung. "Wenn wir die Menschen für das Thema Olympische Spiele begeistern wollen, dann müssen wir weg vom Gigantismus", sagte er.

Noch keine Angaben gab es über die möglichen Kosten und die geplante Finanzierung. Mit Strahlkraft weit über die Landesgrenzen hinaus.

Den Städten Aachen, Bonn, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Köln, Krefeld, Leverkusen, Mönchengladbach, Oberhausen und Recklinghausen sind nach jetzigem Planungsstand Sportarten zugeordnet.

Auf Schalke soll dabei aber nicht der Ball rollen, sondern ein temporäres Schwimmstadion aus der WM-Arena entstehen. "Mehr als 80 Prozent der benötigten Sportstätten und Veranstaltungsorte zur Durchführung Olympischer und Paralympischer Spiele sind in der Metropolregion bereits heute vorhanden", sagt die Initiative.

Doch es gibt auch Schwachstellen: Beispielsweise die langen Wege zwischen den Orten.

Ein Olympia-Stadion, das olympische Dorf und das Medienzentrum sind in der Konzeption noch nicht berücksichtigt. Dies könnte nach dem Vorbild des Stade de France in St. Denis vor den Toren von Paris eine temporäre Leichtathletik-Bahn erhalten. Sollte das Internationale Olympische Komitee (IOC) am bisherigen Bewerbungsverfahren festhalten, würde erst 2025 über die Vergabe der Spiele 2032 abgestimmt.