Acht Tote bei Panik im Stadion

Montag, 17 Jul, 2017

Zu den Zusammenstößen kam es am späten Samstagabend in der zweiten Hälfte der Verlängerung im Liga-Finale zwischen den Clubs Mbour Stadium und US Ouakam beim Stand von 2:1.

Erst randalierten Fans, dann griff die Polizei mit Tränengas ein.

Im Senegal sind bei einer Massenpanik in einem Stadion acht Menschen gestorben. Die Mauer einer Tribüne stürzte ein. Randalierende Fans gerieten aneinander und bewarfen sich mit Gegenständen. Mehr als 88 Menschen seien zudem verletzt worden, sagte der Polizist Aliou Thiam am Sonntag. Die Panik begann, nachdem die Polizei Tränengas gegen die Randalierer beider Fangruppen eingesetzt hatte. Dabei wurden mehrere Menschen niedergetrampelt.

"Als die Mauer zusammenbrach, haben alle geweint", schildert ein Augenzeuge die dramatischen Minuten. Unter den Toten ist nach Angaben des Sportministers auch ein junges Mädchen. "Wir wussten sicher, dass einige von unseren Leuten ums Leben gekommen waren, weil die Mauer direkt auf die Menschen gestürzt ist", sagte Fußballfan Cheikh Maba Diop. Die mangelhafte Sicherheit im Stadion sei bekannt gewesen, das Finale hätte niemals stattfinden dürfen. Die Behörden des westafrikanischen Lands stehen in der Kritik, weil es schon vorher bei einer Reihe von Großereignissen Sicherheitsprobleme gegeben hatte.